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Startup bringt Anti-Spam-Lösung für Unternehmen

22.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kalifornische Startup-Firma Proofpoint bietet ab sofort den "Proofpoint Protection Server" an. Die bislang einzige Software des jungen Unternehmens soll durch den Einsatz einer neuen Filtertechnologie die Zustellung unerwünschte E-Mails wirkungsvoll unterbinden, verspricht Firmengründer Eric Hahn, ehemals Chief Technology Officer (CTO) bei Netscape.

Demnach bietet die "Proofpoint Proofpositive Engine" des Produkts statistische Lernmethoden, über die die Filtermechanismen dynamisch verfeinert werden. Wie bei Anti-Spam-Lösungen anderer Hersteller auch wird die Filtertechnik mit dem Abgleich so genannter Blacklists und heuristischer Suchmethoden nach bestimmten Begriffen kombiniert. Der Proofpoint Protection Server integriert laut Anbieter zudem Content-Analyse-Funktionen und Antiviren-Techniken von Sophos und Network Associates.

Der Hersteller adressiert das Produkt an Unternehmen mit mehr als 10.000 Anwendern. Erhältlich sind Varianten für die Systeme Red Hat Linux (Versionen 8 und 9) und Sun Solaris (Versionen 8 und 9), Systemvoraussetzung ist der Betrieb des quelloffenen MTAs (Message Transfer Agents) Sendmail.

Proofpoint stützt sich auf sieben Millionen Dollar Venture-Kapital von Mohr, Davidow Ventures und wird zudem von der Stanford University unterstützt. Hahn rechnet sich gute Chancen aus, sein Produkt an den Kunden bringen zu können: " Jedes Unternehmen weltweit wird innerhalb der kommenden zwölf bis 24 Monate eine Anti-Spam-Lösung anschaffen", glaubt der ehemalige Netscape-Manager. (lex)