Web

 

Starre Lizenzmodelle für Software behindern Grids

24.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Einschätzung der Marktforscher von The 451 Group hemmen herkömmliche Software-Preismodelle, die sich beispielsweise an der Zahl der Prozessoren orientieren, das weitere Wachstum im Grid-Geschäft. Softwareanbieter müssten ihre Modelle überdenken, fordert William Fellows, Autor der Studie "Grid Computing - The Impact of Software Licensing". Die Industrie sei gefordert, hier eine für alle Seiten akzeptable Übereinkunft zu erzielen.

Modelle wie das CPU-basierende Pricing nehmen Fellows zufolge keine Rücksicht auf die Neuerungen, die Grid-Netze bieten. So sei es für die meisten Anwender unerschwinglich, derart lizenzierte Software in einem Grid-Netz zu betreiben, das auf weit verteilte Rechenressourcen zugreift und dabei eine Vielzahl von Prozessoren nutzt. Als alternatives Lizenzmodell schlägt der Analyst eine Art Flat-Rate für die Nutzung von Software in Grids vor.

Nach Einschätzung von Fellows wird die Nachfrage nach Grid-basierender Rechenleistung weiter steigen. Damit wachse auch der Druck auf die Softwareanbieter, flexiblere Lizenz- und Preismodelle zu entwickeln. Allerdings müssten die Softwarekosten bei aller Flexibilität für die Kunden kalkulierbar bleiben. Anwender achteten weiterhin verstärkt darauf, ihre IT-Ausgaben im Griff zu behalten. Derzeit fehlten jedoch noch effektive Instrumente, um den Softwaregebrauch beispielsweise im Grid-Netz zu messen und damit den Preis für die Nutzung zu ermitteln. (ba)