Star Office 8 bleibt Microsoft auf den Fersen

Wolfgang Sommergut ist Betreiber der Online-Publikation WindowsPro.
Die nächste Version von Star Office soll Microsoft-Dokumente noch besser verarbeiten können. Außerdem bringt sie einen Konkurrenten zu Access sowie Migrationswerkzeuge für Umsteiger.

Sun Microsystems bereitet mit Star Office 8 das nächste größere Update seiner Büroanwendungen vor. Wie schon die Vorgängerversion beruht es auf dem Open-Source-Paket "Open Office" und ergänzt dieses um technischen Support sowie einige Tools. Dazu zählen Filter für zusätzliche Dateiformate, Schriftarten und Wörterbücher. Die neueste Ausführung basiert auf Open Office 2.0, das kürzlich in einer zweiten Betaversion freigegeben wurde.

Star Office 8 bzw. Open Office 2.0 enthalten nun eine Desktop-Datenbank namens HSQL. Ein Assistenz hilft beim Entwurf von Formularen.
Star Office 8 bzw. Open Office 2.0 enthalten nun eine Desktop-Datenbank namens HSQL. Ein Assistenz hilft beim Entwurf von Formularen.

Die Neuerungen von Star Office bezwecken zum wesentlichen Teil die weitere Angleichung an den dominierenden Konkurrenten aus Redmond. Laut Sun wurde der Importfilter für Dokumente, die mit Microsoft Office erstellt wurden, verbessert. Einige Änderungen in der Bedienerführung sollen den Umstieg für Microsoft-Anwender erleichtern. Dazu zählt etwa, dass das Präsentationsprogramm durch die Aufteilung in mehrere Rahmen an Powerpoint angeglichen wurde.

Viele der neuen Funktionen wirken marginal, dienen aber in erster Linie dem verbesserten Datenaustausch mit MS Office. So dürften zusätzliche Symbole, weitere Effekte und Animationen oder verschachtelte Tabellen in der Textverarbeitung bei den Anwendern nicht ganz oben auf der Wunschliste gestanden haben. Wenn aber Word-Dokumente oder Powerpoint-Präsentationen derartige Features nutzen, dann konnten sie bisher nicht verlustfrei nach Open Office übernommen werden.