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Feuert auf allen Kanälen

Städel forciert Museums-Marketing im Internet

01.02.2010
Ob YouTube, Twitter oder Flickr: Das Frankfurter Städel setzt beim Museums-Marketing auf neue Internet-Angebote - und gilt damit auch international als Vorreiter.
Städel-Direktor Max Hollein
Städel-Direktor Max Hollein

"Natürlich haben wir - wie alle - auf den Obama-Wahlkampf geschaut und seine Verlinkung mit solchen Instrumenten", sagt der Direktor des Kunstmuseums, Max Hollein, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

"Wir machen das nicht, um hipp oder flotter zu wirken", sagt der 40-jährige Wiener. Er sieht die Online-Kanäle nicht in erster Linie als Marketinginstrument, sondern vielmehr "als Weiterdefinition, wo und wie Museum stattfinden kann. Und das ist schon lange nicht mehr definiert durch diese physischen vier Wände." YouTube ist ein Video-Portal, Facebook ein Online-Freundschaftsnetzwerk, Twitter ein Dienst für den Austausch kurzer Nachrichten und Flickr eine Foto-Plattform.

Im Herbst 2007 gab es eine neue Städel-Homepage im Internet. Auf der Seite kann der Nutzer der "Mein-Städel"-Community beitreten, seinen eigenen Terminkalender verwalten und seine Lieblingsbilder mit sämtlichen Infos dazu zusammenstellen. Den YouTube-Kanal gibt es seit Ende 2008. Mal führt Hollein in die Botticelli-Schau ein, mal kommen in den Videos Künstler oder Kuratoren zu Wort. In Arbeit ist auch ein Video "Märchenerzähler für Kinder ab vier". Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Online-Angebote gibt es noch nicht. Zentral sei "die Vermittlung der Begeisterung für die Inhalte". (dpa/tc)