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Stadt Rom setzt auf Open Source

27.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach München und Paris hat sich eine weitere europäische Großstadt für den Einsatz quelloffener Software entschieden. Die Stadt Rom wird für ein neues Portal künftig auf Open-Source-Programme zurückgreifen. Das Betriebssystem Linux werde dabei zunächst als Plattform für File-Sharing-Dienste und für die E-Mail-Kommunikation genutzt, erklärte Behördensprecherin Andrea Ambrogetti. In einer Ausschreibung habe der Stadtrat die Bewerber gebeten, die effizienteste und wirtschaftlichste Software einzusetzen. Der Vorschlag für den Linux-Einsatz sei von den Anbietern gekommen, einem Konsortium unter Führung der Telecom Italia SpA. Die Entscheidung bedeute allerdings nicht, dass sich die Stadtverwaltung vollständig von Microsoft-Programmen abwende. Nach einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Censis Research betreiben knapp 43 Prozent der größeren italienischen Städte Web-Server unter Linux, rund 46 Prozent greifen auf Microsoft-Systeme zurück. (wh)