Sehr gute Praxis-Performance

SSD-Test - Corsair Force Series GT

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Corsair positioniert seine Force Series GT als sehr schnelle Solid State Disks, die die Grenzen von SATA 6 Gb/s ausreizen. Transferraten von über 500 MByte/s sind somit Pflicht, hohe IOPS werden ebenfalls versprochen. Im Test zeigt sich, ob die Force GT ihr Geld auch wert ist.

Produktdaten: Corsair bietet neben der Force Series 3 auch die Force Series GT an. Beide Modellreihen nutzen von SandForce den SF-2281 als SSD-Controller. Der auf den ersten Blick wenig ersichtliche Unterschied liegt in den verwendeten MLC-NANDs. Während die Force Series 3 asynchrone Flash-ICs verwendet, kommen bei den GT-Modellen die etwas teureren, aber auch flinkeren synchronen NANDs zum Einsatz. Die Force GT gibt es mit Kapazitäten von 60, 120 und 240 GByte. Bei unserer getesteten 120-GByte-Variante mit der Modellnummer CSSD-F120GBGT sind MLC-NANDs vom Typ Micron MT29F64G08CBAABWP verbaut.

Der SandForce-Controller SF-2281 verzichtet wie sein Vorgänger SF-1200 auf einen extra Cache-Baustein. Um trotzdem eine sehr hohe Schreibleistung in der Praxis zu erzielen, nutzt SandForce die Technologie "DuraWrite". Der Schreibalgorithmus fasst im Prinzip die zu Daten zusammen und komprimiert sie vor dem Schreibvorgang. Corsairs Force GT unterstützt mit dem SF-2281 den TRIM-Befehl. Das speziell für SSDs entwickelte ATA-Kommando ändert die Löschstrategie und beschleunigt so Schreibzugriffe. Corsair spezifiziert die Force GT mit einer sehr hohen MTBF von 2.000.000 Stunden.

Die getestete 120-GByte-Version der Corsair Force Series GT kostet bei typischen Online-Händlern zirka 210 Euro. Für die 60-GByte-Variante sind rund 120 Euro fällig. Zum Vergleich: Die Konkurrent OCZ Vertex 3 mit 120 GByte Kapazität kostet mit zirka 200 Euro beziehungsweise 110 Euro für die 60-GByte-Variante jeweils ungefähr 30 Euro mehr. (Stand Preise: 06.08.11).