Storage

SSD-Technologie beschleunigt Speichersysteme

30.03.2009
Uli Ries ist freier Journalist in München.
Dell hat unter dem Namen EqualLogic PS6000 neue iSCSI-Storage-Array veröffentlicht. Eines der fünf vorgestellten Modelle der neuen Produktfamilie, die PS6000S, basiert auf der modernen SSD-Technologie und soll sich durch besonders niedrige Zugriffszeiten sowie hohe Ein- und Ausgabeleistung auszeichnen.
Dells neue Storage-Lösung EqualLogic PS6000 ist auch auf Basis von SSD-Laufwerken erhältlich.
Dells neue Storage-Lösung EqualLogic PS6000 ist auch auf Basis von SSD-Laufwerken erhältlich.
Foto: Dell

Die fünf neuen EqualLogic-Modelle – PS6000E, PS6500E, PS6000X, PS6000XV und PS6000S – sind iSCSI-Speichersysteme, die sich dank hoher Performance und erweiterter Verwaltungssoftware für den Einsatz in virtualisierten Storage-Architekturen empfehlen sollen.

Laut Dell soll sich die neue Produktreihe im Vergleich zur Vorgängergeneration EqualLogic PS5000 durch eine verbesserte Performance, erweiterte Storage-Virtualisierungsmöglichkeiten und eben die erstmalige Verwendung der SSD-Technologie (Solid State Drive) im PS6000S auszeichnen. PS6000-Systeme sollen eine bis zu 90 Prozent schnellere sequentielle Schreib- und fast 30 Prozent schnellere Lesegeschwindigkeit als die PS5000-Gerätegeneration erreichen.

Das PS6000E und das PS6500E setzen beide auf kostengünstige SATA-II-Festplatten mit 7.200 U/min. Das PS6000E ist das Einstiegsmodell der Serie und beherbergt acht oder 16 Laufwerke mit je 250, 500 oder 1.000 GByte Speicherkapazität auf 3HE. Das PS6500E beherbergt 48 Festplatten auf 4HE und bietet damit eine sehr hohe Packungsdichte. In ihm können 500 und 1.000 GByte fassende Laufwerke eingesetzt werden.

Das PS6000X und das PS6000XV sind mit automatischem Lastausgleich und schneller Hardware für fordernde SAN-Anwendungen konzipiert. Sie integrieren jeweils 16 SAS-Hot-Plug-Festplatten auf 3HE. Die Laufwerke des PS6000X fassen 400 GByte und haben eine Rotationsgeschwindigkeit von 10.000 U/min., während das PS6000XV 300 oder 450 GByte fassende Modelle mit 15.000 U/min. integriert.

Das PS6000S ist die erste EqualLogic-Generation mit SSD-Technologie. Es soll nur ein Drittel der Latenz und die bis zu dreifache IOPS-Leistung eines 15.000-U/min.-SAS-Arrays aufweisen und sich ideal für aufwändige Arbeitslasten mittlerer Kapazität – beispielsweise SQL oder Oracle tempdbs oder konsolidierte virtuelle Desktop-Umgebungen – eignen. Das PS6000S integriert acht oder 16 Hot-Plug-Solid-State-Festplatten mit je 50 GByte Speicherkapazität auf 3 HE.

Für maximalen Investitionsschutz sollen sich die EqualLogic-PS6000-Produkte nahtlos in vorhandene EqualLogic-SANs integrieren lassen. Mit der neuen EqualLogic-Hardware und -Software sollen Unternehmen einfach und schnell vorhandene Infrastrukturen ausbauen können.

Dell hat die EqualLogic-Software erweitert, die nun auch Microsoft Hyper-V Smart Copysnapshots unterstützt. Dell will zudem künftig 'SAN Headquarter' bereitstellen. Dabei handelt es sich um ein zentralisiertes Dashboard, mit dem Performance und Ereignisse Dutzender PS-Serien-Gruppen überwacht werden können. 'SAN Headquarters' steht jedem EqualLogic-Anwender mit einem Support-Vertrag ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung.

Zusätzlich zu den Produkten sind ab sofort auch Dells neue ProConsulting- und erweiterte ProSupport-Services verfügbar, die Kunden beim Design und der Implementierung von EqualLogic-SANs zu unterstützen.