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Spyware-Klage: Intermix einigt sich mit Generalstaatsanwalt

15.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der wegen der illegalen Verbreitung von Spyware angeklagte kalifornische Softwareanbieter Intermix Media hat eine grundsätzliche Einigung mit dem Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer erzielt. Das Unternehmen aus Los Angeles ist nach eigenen Angaben bereit, ein Bußgeld von 7,5 Millionen Dollar zu zahlen, um den Fall aus der Welt zu schaffen. Gleichzeitig verpflichtet sich die Company, die beanstandeten Programme nicht mehr auf den Markt zu bringen und einen Chief Privacy Officer zu beschäftigen.

Spitzner wirft der Company vor, sie habe Verbrauchern im Bundesstaat New York Software wie Bildschirmschoner, Mauszeiger oder Spiele angeboten, sie aber nicht ausreichend über die dabei mitgelieferten Werbe- und Schnüffelfunktionen informiert. Außerdem soll Intermix "einige Anstrengungen unternommen" haben, um die von ihm installierten Spy- und Adware-Programme zu schützen. So seien die fragwürdigen Tools an ungewöhnlichen Orten installiert worden, zudem sei es nicht möglich, sie über das gewöhnliche Kommando "Hinzufügen/Entfernen" zu deinstallieren. Eigene Uninstall-Routinen fehlten zudem, einige Programme hätten sich darüber hinaus nach dem Löschen umgehend neu installiert. Nach Schätzungen der Generalstaatsanwaltschaft befindet sich die Intermix-Software allein im Bundesstaat New York auf mehr als 3,7 Millionen Rechnern. (mb)