Schweizer iPhone-Entwicker warnt

Spyware-Gefahr aus dem AppStore?

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Aus Sicht des Schweizer Softwareentwicklers Nicholas Seriot sind nicht nur per Jailbreak entsperrte iPhones unsicher.

Auf einem Vortrag vor iPhone-Entwickeln in Genf machte Seriot auf die immanente Spyware-Gefahr für Nutzer des Apple-Handys aufmerksam. Der Softwareingenieur und iPhone-Entwicker warnte davor, dass sich auch im AppStore potenzielle Spyware befinden könne, die persönliche Daten ausspioniert. Als Beweis dafür, wie die von Apple bereitgestellten Programmierschnittstellen (API) zum Einsammeln von privaten Informationen benutzt werden können, stellte Seriot die selbst entwickelte Spyware-Applikation "Spyphone" vor. Das Programm ist dem Schweizer zufolge in der Lage, das Adressbuch auszulesen, über den Keyboard-Cache Passwörter auszuspionieren oder auf sensible Informationen wie den Browser-Verlauf oder indirekt über Geotagging GPS-Daten zuzugreifen.

Dennoch, so Seriot, werbe Apple für die Business-Tauglichkeit des iPhone mit der Behauptung, dass alle Anwendungen auf dem Gerät in einer "Sandbox" liefen und nicht auf gespeicherte Daten anderer Programme zugreifen könnten.