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SPSS meldet gesunde Nachfrage

06.05.2004

Der auf analytische und Data-Mining-Software spezialisierte US-Anbieter SPSS meldet für sein abgeschlossenes Quartal ein gesundes Umsatz- und Gewinnwachstum. Wie das Unternehmen wirklich dasteht, lässt sich allerdings erst dann beurteilen, wenn die angekündigte Revision der Bilanzen für 2001 bis 2003 abgeschlossen ist, die aufgrund von "Unregelmäßigkeiten" bei der Verbuchung zurückgestellter Einnahmen nötig wurde. Weil SPSS seinen Jahresbericht ("Form 10-K") nicht rechtzeitig bei der US-Börsenaufsicht abgeben konnte, droht der Firma überdies ein Delisting von der Nasdaq.

Wie auch immer, für das am 31. März beendete Vierteljahr weist SPSS einen Nettogewinn von 1,9 Millionen Dollar aus, 44,1 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 16,2 Prozent auf 57 Millionen Dollar. Die interne Wachstumsrate bei neuen Softwarelizenzen beziffert SPSS mit 26 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die in Chicago beheimatete Firma weiterhin 220 bis 230 Millionen Dollar Umsatz (4,7 bis 9,5 Prozent über Vorjahr). Die Gewinnerwartung wurde allerdings von zuvor 75 bis 85 Cent pro Aktie um fünf Cent gesenkt. (tc)