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Sproutcore - HTML5-Framework für moderne Web-Apps

28.10.2012 | von Diego Wyllie (Autor) 
Diego Wyllie
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
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Nutzer erwarten zunehmend, dass sich Applikationen im Browser genauso anfühlen wie Desktop-Anwendungen. Das ständige Warten auf Server-Daten stellt deshalb eine der größten Hürden für Web-Applikationen dar.
Sproutcore reduziert Server-bedingte Latenzen auf ein Minimum.
Sproutcore reduziert Server-bedingte Latenzen auf ein Minimum.
Foto: Diego Wyllie

Um die Reaktionszeiten ihrer Anwendungen zu verringern, greifen Web-Entwickler heute vor allem auf Ajax zurück und machen ausgiebig Gebrauch von asynchronen Server-Anfragen.

"Sproutcore" geht noch einen Schritt weiter: Die gesamte Business-Logik der Javascript-Anwendung wandert in den Browser, wodurch sich Latenzzeiten auf ein Minimum reduzieren lassen sollen.

Das Framework ist in Ruby geschrieben. Um es zu installieren und eigene Anwendungen damit zu entwickeln, ist also die Ruby-Laufzeitumgebung sowie die Erweiterung "Gems" erforderlich. Neben Javascript kann man bei Sproutcore auf moderne HTML5- und CSS3-Features zurückgreifen, um ansprechende Benutzerschnittstellen zu schaffen.

Objektorientierung, flexibles Data-Binding und der konsequente MVC-Ansatz (Model-View-Controller) machen das Framework zu einer professionellen Lösung, die bereits von Apple (etwa bei den MobileMe-Anwendungen) und für die Publikationen "Fortune 500" und "Sports Illustrated" eingesetzt wird.

CW-Fazit: Wenngleich HTML5 im Allgemeinen und Sproutcore im Besonderen noch nicht ganz reif erscheinen, sind Web-Entwickler gut beraten, dieses innovative Framework im Auge zu behalten. Die Lösung hat das Potenzial, die Entwicklung künftiger Web-Anwendungen grundlegend zu verändern.

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