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Sprint und Nextel sind sich handelseinig

13.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint und Nextel Communications haben in ihren Fusionsgesprächen bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt und könnten schon am Donnerstag ihren Zusammenschluss zum drittgrößten Betreiber bekannt geben. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. Der Plan sieht ein Tauschverhältnis von 1,3 Sprint-Anteilen je Nextel-Aktie vor, ein kleiner Teil wird außerdem aus steuerlichen Gründen in bar bezahlt. Der Wert der Transaktion wird auf 35 Milliarden Dollar geschätzt. Anschließend hält Sprint 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen.

Mit dem Zusammenschluss könnten die Nummer drei und fünf im US-Mobilfunkgeschäft ihre Marktposition deutlich verbessern: Das entstehende Gemeinschaftsunternehmen würde mit insgesamt 38,5 Millionen Kunden zu den beiden Branchenriesen Cingular (47 Millionen) und Verizon Wireless (42 Millionen) aufrücken. Insgesamt kontrollieren die drei Mobilfunkriesen dann rund 75 Prozent des US-Markes. Gleichzeitig erhöht sich bei einem Merger der Abstand zum derzeit viertgrößten Betreiber T-Mobile USA mit 16,3 Millionen Nutzern. Die Synergieeffekte sind aus technischer Sicht zunächst jedoch gering, da Sprint und Nextel mit verschiedenen Mobilfunkstandards arbeiten. (mb)