Sprachtraining

Sprachen lernen trotz Vollzeitarbeit

Sabine Schnorr ist Geschäftsführerin Rosetta Stone Zentraleuropa.
Sprachtraining muss viel geübt werden, muss aber nicht in täglich harter Arbeit ausarten. Eine aktuelle Umfrage unterstreicht die Notwendigkeit von zusätzlichem Sprachtraining am Arbeitsplatz.

Der Sprachunterricht in der Schule genügt oft nicht für den beruflichen Alltag. Nur 46 Prozent der Sprachenlerner fühlen sich mit den dort erworbenen Sprachkenntnissen ausreichend gerüstet für den Einsatz am Arbeitsplatz. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von Rosetta Stone, einem der weltweit führenden Anbieter von Sprachlernlösungen, unter mehr als 5.000 Lernenden aus der ganzen Welt. Zwar hatte mit 81 Prozent eine hohe Zahl der Befragten vor dem Eintritt ins Arbeitsleben Sprachunterricht erhalten. Trotzdem, das zeigen die Antworten, ist ein zusätzliches Sprachtraining notwendig, um das Niveau für eine sichere Anwendung im Arbeitsalltag zu erreichen.

Fremdsprachenkenntnisse sind in der heutigen Business-Welt unabdingbar.
Fremdsprachenkenntnisse sind in der heutigen Business-Welt unabdingbar.
Foto: Lonely Walker - shutterstock.com

Auch Arbeitgebern ist die Bedeutung von guten Fremdsprachenkenntnissen bewusst. Gute Sprachkenntnisse fördern die Produktivität ihrer Mitarbeiter, verbessern die Beziehungen zu den Kunden und steigern die Umsatzchancen. Kein Wunder also, dass zwei Drittel der Unternehmen möchten, dass ihre Mitarbeiter ihr Fremdsprachen-Know-how verbessern. Doch wie können beide Seiten diese Einsicht in die Tat umsetzen angesichts moderner Arbeitsstrukturen und eines vollen Arbeitstages?

Digitale Lernprogramm bieten eine effektive und zeitgemäße Lösung

Oft macht die geografische Verteilung von Arbeitsteams Face-to-Face-Training schwierig. Hinzu kommt, dass ein höherer Anteil der Mitarbeiter heute aus Digital Natives besteht, also mit digitaler Technik aufgewachsen ist. Insofern stellen digitale Lernprogramme eine effektive und zeitgemäße Lösung dar. Dies unterstreicht auch Dr. Kevin Curran, Dozent für Informatik an der University of Ulster: "Die Zukunft des Lernens liegt in der Computertechnologie. Sie ist leicht zugänglich und praktisch, sodass sie in den heutigen hektischen Arbeitsalltag passt. Zudem ermöglicht die Technologie selbstbestimmtes Lernen, das insbesondere beim Sprachenlernen eine Rolle spielt: die Lernenden können selbst auswählen, auf welche Wörter, Sätze oder Grammatikthemen sie sich konzentrieren möchten."

Mit einem E-Learning-Programm kann man das Sprachtraining zeitlich flexibel in den Alltag einbauen.
Mit einem E-Learning-Programm kann man das Sprachtraining zeitlich flexibel in den Alltag einbauen.
Foto: Rosetta Stone

Sprachtraining in den Berufsalltag einbauen

  • Mit einem E-Learning-Programm können Sie Lernphasen flexibel an ihren Terminkalender anpassen.

  • Haben Sie einen Native Speaker ihrer Zielsprache als Kollegen? Freunden Sie sich mit ihm an oder machen Sie ihn zu ihrem Sprachmentor.

  • Verlagern Sie ihre Übungslektionen in eine Arbeitsumgebung: Nutzen Sie das Mittagessen oder ein anderes Meeting, um in ihrer Zielsprache zu sprechen.

  • Das Sprachtraining muss sich nicht nur auf eine wöchentliche Trainingseinheit beschränken. Nutzen Sie Reisezeiten und den täglichen Weg zur Arbeit: Schon ein paar Minuten reichen, um Vokabeln zu wiederholen oder kurze Lektionen zu bearbeiten. Es gibt spezielle Apps, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurden.

  • Bleiben Sie am Ball: Planen Sie feste Zeiten unter der Woche ein, um neue Lektionen zu bearbeiten und alte zu wiederholen. Halten Sie sich an dieses Lernprogramm.

  • Schauen Sie sich Filme und Sendungen in ihrer Zielsprache an. Dies ist eine ideale Methode, um quasi nebenbei typische Formulierungen zu lernen und viel Spaß zu haben.

Die wichtigsten Studien-Statistiken sind in dieser Grafik übersichtlich dargestellt.

Eine detaillierte Zusammenfassung der Umfrage-Ergebnisse können Sie hier einsehen.