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"#YallaCSU"

Spott und Kritik über CSU-Sprachvorgaben auf Twitter

08.12.2014
Der Leitantrags-Entwurf der CSU mit Deutsch-Vorgaben für Ausländer sorgt im Internet für Spott und Häme.

Im Kurznachrichtendienst Twitter äußern sich Nutzer in ganz Deutschland unter dem Hashtag "#YallaCSU" amüsiert bis entsetzt über den Parteivorschlag. Der Name des Hashtags ist ein ironischer Ermunterungszuruf nach dem arabischen "Yalla", das übersetzt etwa "Los, auf geht's!" bedeutet.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer
CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer
Foto: andreas-scheuer.de

"Ich spreche ab sofort kein Bayerisch mehr zu Hause, sondern nur noch Deutsch...", kündigt eine Twitter-Nutzerin an. Viele äußern Zweifel an den Hochdeutschkenntnissen der Bayern. Auch die ironische Frage, ob die katholische Messe bald auf Deutsch gelesen werde, ist zu lesen. Ein anderer Nutzer vermutet: "Die #YallaCSU-Debatte ist nur ein Trick, um vom Maut-Debakel abzulenken." Auch "knallhartes rechtspopulistisches Kalkül" wird hinter dem Vorschlag vermutet.

Peter Tauber, der Generalsekretär der Unions-Schwester CDU, hatte ebenfalls in Twitter geschrieben: "Ich finde ja, es geht die Politik nichts an, ob ich zu Hause lateinisch, klingonisch oder hessisch rede." In dem Parteitagsentwurf der Christsozialen steht: "Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen." Das Papier soll beim CSU-Parteitag Ende kommender Woche verabschiedet werden. (dpa/tc)