Musik-Streaming

Spotify-Umsatz wächst - aber auch die Verluste

11.05.2015
Spotify, der Marktführer unter den Musik-Streamingdiensten, steckt viel Geld in weltweites Wachstum. Dafür nehmen die Schweden auch tiefrote Zahlen in Kauf.
So sieht die Desktop-App von Spotify auf dem Mac aus.
So sieht die Desktop-App von Spotify auf dem Mac aus.
Foto: Spotify

Der schwedische Musik-Dienst Spotify wächst weiter schnell - schreibt aber auch immer höhere Verluste. So stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar, wie die "New York Times" am Wochenende unter Berufung auf Angaben des Unternehmens berichtete. Zugleich schwoll der Verlust von 68 auf 197 Millionen Dollar an. Spotify begründete das mit Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte und die internationale Expansion. Die Zahl der Mitarbeiter stieg binnen eines Jahres von 958 auf 1354.

Daniel Ek ist Mitgründer und CEO von Spotify.
Daniel Ek ist Mitgründer und CEO von Spotify.
Foto: Spotify

Spotify ist ein sogenannter Streaming-Dienst, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird. Laut einem Medienbericht will die schwedische Firma auch ins Video-Geschäft einsteigen. Zum Jahreswechsel hatte Spotify rund 60 Millionen Nutzer, rund jeder Vierte davon war zahlender Abo-Kunde. In der Gratisversion bekommt man Werbung angezeigt. Die Zahl der Songs, die man dabei direkt auswählen kann, ist beschränkt. Angeblich übt die Musikindustrie Druck aus, das Gratisangebot weiter einzuschränken. Nach jüngsten Angaben bringen die Abos 91 Prozent der Spotify-Erlöse ein.

Martin Lorentzon ist Mitgründer und Chairman von Spotify.
Martin Lorentzon ist Mitgründer und Chairman von Spotify.
Foto: Spotify

Das Streaming-Geschäft steht vor dem Einstieg von Apple: Der iPhone-Konzern dürfte voraussichtlich Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC den internationalen Start seines Musikdienstes Beats ankündigen. (dpa/tc)

Musik streamt Spotify für alle - und jeder Vierte zahlt.
Musik streamt Spotify für alle - und jeder Vierte zahlt.