Musik-Streaming

Spotify macht mehr Geschäft, aber auch mehr Verlust

01.08.2013
Dem Internet-Musikdienst Spotify bringt das schnelle Wachstum bisher nur höhere Verluste.
Die beiden Spotify-Gründer Martin Lorentzon (l.) und Daniel Ek
Die beiden Spotify-Gründer Martin Lorentzon (l.) und Daniel Ek
Foto: Spotify

Im Jahr 2012 wurde der weltweite Umsatz zwar mit einem Sprung von 190,4 auf 434,7 Millionen Euro fast verdoppelt, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Doch zugleich stieg der Verlust auf 58,7 Millionen Euro von 45,4 Millionen im Jahr 2011. Ein zentraler Kostenpunkt sind die Lizenzgebühren für abgespielte Musikstücke - nach Angaben des Unternehmens gehen dafür fast 70 Prozent der Erlöse drauf. Spotify ist ein Pionier im Geschäft mit Musik-Streaming aus dem Internet. Dabei werden Lieder nicht auf den Computer der Nutzer heruntergeladen, sondern über das Netz abgespielt.

Auch anderen Streaming-Diensten wie Pandora machen die Lizenzzahlungen zu schaffen. Zugleich beschweren sich viele Musiker, dass sie auch für Millionen Abrufe bei diesen Anbietern nur kleine Beträge bekommen. Die Dienste sind in der Regel entweder kostenlos für die Nutzer und werbefinanziert oder sie verlangen eine monatliche Gebühr für den Zugriff auf ihren Musik-Katalog.

Spotify und andere Vorreiter des Geschäfts bekommen derzeit Konkurrenz von Schwergewichten der Internet-Branche. So startete Google einen neuen Musikdienst in den USA und auch Apple kündigte für den Herbst ein eigenes Internet-Radio an. (dpa/tc)