Aktie steigt

Splunk legt ein sauberes Quartal hin

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Splunk, Spezialist für die Analyse von maschinenerzeugten Big Data (Logfiles und mehr), hat seine Zahlen für das erste volle Quartal nach dem Börsengang veröffentlicht.
Splunk beim Nasdaq-Börsengang im April 2012
Splunk beim Nasdaq-Börsengang im April 2012
Foto: Nasdaq OMX Group

Und die können sich sehen lassen. Der Anbieter von Software für "Real-time Operational Intelligence" steigerte im zweiten Fiskalquartal den Umsatz um 71 Prozent auf 44,5 Millionen Dollar, wobei die Lizenzerlöse um 61 Prozent auf 30,2 Millionen Dollar wuchsen. Unterm Strich stand zwar ein Nettoverlust von 4,5 Millionen Dollar, der allerdings primär durch Einmaleffekte für Aktienvergütung anfiel (der Non-GAAP-Verlust betrug noch 0,7 Millionen Dollar). Das EPS belief sich auf minus fünf Cent pro Aktie.

Als operativen Cash Flow weist Splunk 3,8 Millionen Dollar aus, der freie Cash Flow beträgt 2,2 Milionen Dollar. "Der Schwung aus unserem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013 hat sich im zweiten Quartal fortgesetzt", erklärte Firmenchef Godfrey Sullivan. "Wir haben fast 400 Neukunden gewonnen, freuen uns aber genauso über die erweiterte Nutzung von Splunk bei unseren Bestandskunden." Auf der Liste der Neukunden finden sich unter anderem Allianz Insurance (UK), Monster Worldwide, Orance France, O’Reilly Media, die Pixar Animation Studios, Salesforce.com und der U.S. Postal Service.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Splunk Erlöse von 45 bis 47 Millionen Dollar und eine negative operative Marge (non-GAAP) von vier bis fünf Prozent. Für das gesamte Fiskaljahr erhöhte das Management die Umsatzprognose auf 183 bis 186 Millionen Dollar (zuvor: 174 bis 177 Millionen Dollar); die operative Marge soll bei minus zwei bis drei (zuvor: minus vier bis fünf) Prozent landen.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Zahlen, die Splunk-Aktie notierte heute vor Öffnung der Nasdaq gut 18 Prozent höher als der Schlusskurs von gestern.