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Spikesource weitet Open-Source-Services nach Deutschland aus

05.10.2006
Über zunächst zwei Channel-Partner können Anwender komplette, getestete Lösungen und laufende Updates bekommen.
CEO Kim Polese: Spikesource sucht weitere Erfolge auf dem ausgesprochen dynamischen deutschen Open-Source-Markt.
CEO Kim Polese: Spikesource sucht weitere Erfolge auf dem ausgesprochen dynamischen deutschen Open-Source-Markt.

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Redwood City gehört in den USA zu den Shooting Stars unter den Open-Source-orientierten Service-Unternehmen. Im April 2003 von den ehemaligen Oracle-Topmanangern Ray Lane und Murugan Pal gegründet, trat es rund ein Jahr später mit einem Angebot in die Öffentlichkeit, das alsbald die Aufmerksamkeit von Risikokapitalgebern fand. Im Mai 2005 investierten Kleiner Perkins & Byers, Fidelity Investments, Omidyar Network und Intel Capital in einer ersten Runde zwölf Millionen Dollar in das Startup. Nach schnellen Erfolgen am Markt pumpten die ursprünglichen Risikoinvestoren sowie NEC, Itochu Technology Ventures, CMEA Ventures und Duff Ackerman Goodrich im September 2006 weitere 24 Millionen Dollar in den Hoffnungsträger.

Der rasante Aufstieg basiert auf einer Analyse der Open-Source-Landschaft und der Anwenderanforderungen sowie auf einem entsprechend ausgerichteten Service-Angebot. Grundlage waren Marktforschungsbefunde, wonach die Zurückhaltung vieler Anwender gegenüber quelloffenen Lösungen im Wesentlichen zurückgehe auf das Fehlen konsistenter Lösungs-Stacks, ungeklärten Support bei den häufigen Updates und Patches sowie - insbesondere bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMUs) - mangelndes Know-how auf Seiten des IT-Personals.

Spikesource begegnet dem mit einem eigenen Supportangebot, der Plattform "SpikeIgnite". Dies ist ein Set von Tools und Services, das über mehrere Ebenen reicht und die eigentliche Drehscheibe zwischen Open-Source-Entwicklungen und den Anwendern darstellt. Zunächst laufen über SpikeIgnite die Kontakte zu den Open-Source-Projekten, was insbesondere den Input über neue Versionen, Updates, Bugs und Bugfixes betrifft. Der hereinkommende Sourcecode wird dann mit den SpikeIgnite-Tools getestet, und zwar auch auf seine Interoperabilität mit anderen Infrastrukturkomponenten.

Der Open-Source-Dienstleister garantiert das Funktionieren kompletter Software-Stacks von den Anwendungen bis zu darunter liegenden Infrastrukturprogrammen und dem Betriebssystem. Das gilt auch für parallele Stacks. Das Zusammenspiel dieser Komponenten kann durch Eigenschaften von Patches gefährdet sein. Darum testen automatische Routinen von SpikeIgnite alle Folgen von Neuerungen. Spikesource kommt dabei nach eigenen Angaben auf mehr als 100.000 Tests pro Tag. Nach und nach erhalten so Neuerungen ihre Freigabe für immer mehr IT-Szenarien.