Hinweis auf NSA?

Spekulation über versteckte Botschaft nach dem "Aus" für TrueCrypt

17.06.2014
Das plötzliche Aus des populären Verschlüsselungs-Werkzeugs TrueCrypt hat viele Fragen aufgeworfen.

Auf der Suche nach Erklärungen glaubt ein Internet-Nutzer einen versteckten Hinweis auf die NSA entdeckt zu haben. Er gelangte zu dem Ergebnis mit einfachen Kryptografie-Methoden und Sinn für Verschwörungstheorien.

Die TrueCrypt-Entwickler rieten Anfang Juni überraschend zum Umstieg auf Bitlocker.
Die TrueCrypt-Entwickler rieten Anfang Juni überraschend zum Umstieg auf Bitlocker.

Zunächst muss man jeweils nur den ersten Buchstaben von jedem Wort in dem Abschiedssatz der Truecrypt-Entwickler nehmen. Er lautete: "Using TrueCrypt is not secure as it may contain unfixed security issues" (TrueCrypt zu benutzen ist unsicher, da es ungelöste Sicherheitsprobleme enthalten kann." Die Buchstaben ergeben die Kombination "utinsaimcusi". Wenn man sie in die Worte "uti nsa im cu si" zerschlägt und durch einen Online-Übersetzer jagt, wird der Text als ein lateinischer Satz erkannt und ergibt: "If I wish to use the NSA" (etwa: Wenn ich die NSA nutzen will).

TrueCrypt war jahrelang von anonymen Entwicklern programmiert worden. Sie stellen Anfang Juni plötzlich die Arbeit an der Software zur Verschlüsselung von Datenträgern ein. Als Grund wurde lediglich das Ende der Unterstützung des Betriebssystems Windows XP durch Microsoft angegeben, während in neuere Windows-Versionen die Verschlüsselung von Festplatten bereits integriert sei. Der Schritt hatte sofort Spekulationen über eine Verbindung zur NSA-Überwachung ausgelöst. TrueCrypt war auch vom NSA-Enthüller Edward Snowden genutzt und empfohlen worden. (dpa/tc)