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Speicherprobleme verzögerten IBMs Power-Blade

25.05.2004

Eigentlich hätte IBMs Bladeserver "JS20" schon Ende vergangenen Jahres auf den Markt kommen sollen. Er wurde dann zunächst auf März verschoben und ist nun endgültig für den 11. Juni angekündigt. Grund für die Verzögerungen waren Probleme mit dem Arbeitsspeicher, wie der Konzern jetzt einräumte. Bei einem frühen Testkunden seien Probleme mit der "Speicherrobustheit" aufgetreten. Diese habe man zunächst beheben wollen, erklärte IBM-Sprecher Jim Larkin. Dies sei inzwischen "zur vollen Zufriedenheit von IBM und des Kunden" geschehen, so dass das System reif sei für die allgemeine Verfügbarkeit.

Der JS20 verkörpert drei zentrale Server-Strategien von Big Blue: Er verwendet einen Prozessor der "Power"-Familie (genauer den "PowerPC 970", der aber laut Larkin mit dem Problem nichts zu tun hatte), läuft unter dem Open-Source-Betriebssystem Linux und ist last, but not least ein Bladeserver. Solche Geräte werden zu mehreren in ein Chassis eingesetzt, das zentrale Funktionen wie Stromversorgung und Netzanschluss übernimmt, und dieses wiederum in einen 19-Zoll-Schrank. IBM geht wie viele Wettbewerber davon aus, dass viele heutige Standalone-Lowend-Server künftig durch solche Bladeserver ersetzt werden. (tc)