Storage-Markt 2009

Speicher voll - Kasse leer

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Die Budgets können nicht mit dem Wachstum der Datenberge mithalten. Gefragt sind daher vor allem Lösungen, die die Speicherlandschaften effizienter machen.

Schien das Speichergeschäft noch vor wenigen Monaten eine sichere Bank, müssen sich nun auch die Storage-Anbieter damit abfinden, dass sie gegen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise nicht immun sind. Diese Erkenntnis dürfte ziemlich plötzlich gekommen sein. Im vergangenen Jahr konnten sich die Hersteller externer Speichersysteme Gartner zufolge noch über ein Umsatzwachstum von 11,3 Prozent freuen. 18 Milliarden Dollar nahmen die Hersteller im vergangenen Jahr ein, 2007 waren es 16,2 Milliarden Dollar.

"Das Wachstum im zweistelligen Prozentbereich beeindruckt angesichts der Krise", sagte noch im Frühjahr Donna Taylor, Principal Research Analyst für den Storage-Bereich bei Gartner. Dies sei ein Beleg für die Widerstandsfähigkeit der Speicherindustrie. Angaben der Anwender stützten diese These: In einer Umfrage von Millward Brown Research vom Ende vergangenen Jahres bekundeten die rund 450 IT-Verantwortlichen, sie würden ihre Ausgaben für Speichertechnik 2009 leicht erhöhen, während die Aufwendungen für sonstige Hardware zum Teil deutlich heruntergefahren werden sollten. "Speichertechnik gleicht einer Versicherung", erklärte Steve Ingledew, Managing Director von Millward Brown, diesen Trend. Gerade in Zeiten einer Rezession müssten die Firmen ihre Risiken im Auge behalten. "Storage schützt das, was man hat, und reduziert das Risiko."

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Bei vielen Experten keimte daraufhin die Hoffnung, zumindest die Storage-Branche könnte die internationale Finanzkrise weitgehend unbeschadet überstehen. Schließlich würden die Datenmengen, die in den Unternehmen gespeichert und archiviert werden müssten, trotz aller konjunkturellen Probleme weiter wachsen. In der Folge benötigten die Firmen zusätzliche Speicherlösungen, um die anschwellenden Datenvolumina zu bändigen, was letztendlich den Anbietern zugutekommen werde.