IDC-Analyse

Speicher - künftig aus der Wolke

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Anzeige  Nur zwölf Prozent der deutschen Unternehmen setzen derzeit Online-Speicher ein. Doch laut einer aktuellen IDC-Studie haben sich zwei Drittel der befragten Firmen bereits mit Storage aus der Cloud auseinandergesetzt. Im Vordergrund steht dabei der Kostenvorteil. Die Studie gibt auch darüber Auskunft, wie Cloud-Storage in den Unternehmen tatsächlich eingesetzt wird, welche Vor- und Nachteile die Anwender sehen und welche Anbieter sie bevorzugen.

Im November 2009 startete das Marktforschungsunternehmen IDC eine Befragung unter 385 deutschen Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern zum Cloud Thema Storage-as-a-Service (StaaS). Nach der ersten großen IDC Cloud Computing Studie im Frühjahr vergangenen Jahres liegt mit Storage-as-a-Service - Anwenderpräferenzen und Trends in Deutschland 2010 nun die zweite große Befragung im Rahmen der von IDC geplanten Cloud Computing Serie vor.

In der jüngsten Umfrage wollte IDC unter anderem herausfinden, ob sich die Verantwortlichen bereits mit StaaS befasst haben. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Unternehmen haben sich mit diesem Thema schon auseinandergesetzt. Dies ist zum einen ein klares Indiz dafür, dass Storage ein Dauerproblem für die Unternehmen ist, für das einfache und kostengünstige Lösungskonzepte gefragt sind. Zum anderen lassen die Ergebnisse die Schlussfolgerung zu, dass Unternehmen StaaS zunehmend mehr als Lösung für ihre Storage Probleme akzeptieren.

Auch wenn derzeit bisher nur zwölf Prozent der befragten Unternehmen StaaS tatsächlich nutzen, so evaluieren 24 Prozent der Teilnehmer eine Lösung, und weitere 21 Prozent sind aktuell mit der Einführung einer Lösung beschäftigt. Nur elf Prozent der Befragten haben sich nach der Prüfung gegen eine Lösung entschieden.

Dass sich etwa ein Drittel der Unternehmen noch nicht weiter mit der Thematik beschäftigt hat, ist vor allem auf zwei wesentliche Ursachen zurückzuführen: Entweder wurden andere Projekte mit deutlich höherer Priorität realisiert oder die Sicherheitsbedenken waren so groß, dass eine Umsetzung noch nicht erfolgte. Aus Sicht von IDC scheint diese Argumentation für den konservativen deutschen Markt typisch zu sein.

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