Stellenabbau und Restrukturierung

Sparkurs belastet Cisco unterm Strich

11.08.2011
Das Internet-Geschäft boomt, doch der führende Netzausrüster Cisco kämpft mit Problemen.
Cisco-Chef John Chambers
Cisco-Chef John Chambers
Foto: Cisco

Der Sparkurs des weltgrößten Netzwerkrüsters Cisco hat dem Konzern zunächst einmal einen kräftigen Gewinneinbruch gebracht. In dem Ende Juli abgeschlossen vierten Geschäftsquartal sackte der Gewinn um gut 36 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar ab. Auslöser waren einmalige Kosten von einer Milliarde Dollar für Stellenabbau und den Verkauf von Unternehmensteilen, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stieg unterdessen um 3,3 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar.

Die Quartalsergebnisse fielen trotz des Gewinneinbruchs besser aus als von Experten erwartet. Die Cisco-Aktie legte nachbörslich ungewöhnlich stark zu, zeitweise um mehr als zwölf Prozent.

Cisco stellt vornehmlich Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Die Technik der Kalifornier steckt in den meisten Firmennetzen und sorgt dafür, dass das weltumspannende Internet läuft. Der Marktführer leidet aber an einer schwächeren Nachfrage als erwartet und hohen Kosten in einigen Bereichen.

Konzernchef John Chambers schlug deswegen nach mehreren schwachen Quartalen einen harten Sanierungskurs ein. Unter anderem will sich Cisco von rund 6500 Mitarbeiter trennen, fast einem Zehntel der Belegschaft. Mit dem Firmenumbau will das Management jährlich rund eine Milliarde Dollar einsparen. Chambers, der wegen der mäßigen Zahlen und des sinken Aktienkurses unter Druck steht, versprach den Anlegern einen schlanken, fokussierten und aggressiven Konzern.

Im gesamten Geschäftsjahr legte der Umsatz um 7,9 Prozent auf 43,2 Milliarden Dollar zu, während der Gewinn um 16,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar schrumpfte. (dpa/tc)