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Sparkassen-Homebanking unsicher?

09.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei der Datenverarbeitungsgesellschaft (dvg) der Sparkassen ist es in der vergangenen Woche zu einem sicherheitstechnischen "Gau" gekommen: Rund 230 Kunden in Niedersachsen und Berlin konnten beim Browser-basierten Homebanking Einblick in fremde Konten nehmen. Überweisungen oder andere Transaktionen waren nicht möglich. Ursache war einer Pressemitteilung der dvg zufolge eine "Spitzenbelastung der Großrechner". Nicht betroffen waren die alternativen Homebanking-Systeme über die Software "Starmoney" sowie den modernen HBCI-Standard.

Herbert Jelit, Referent beim niedersächsischen Datenschutzbeauftragten, will die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Wir haben ein Kontrollverfahren eingeleitet", erklärte Jelit gegenüber "dpa". Sollte sich dabei herausstellen, dass entweder der dvg oder den Sparkassen schwere Versäumnisse vorzuwerfen sind, dann sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren möglich. Grundsätzlich sei das von den Sparkassen praktizierte System mit PIN und TAN relativ sicher. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass die Überlastung der dvg-Rechner durch einen Hacker-Angriff verursacht worden sei, so Jelit weiter.