Refinanzierung nach spätestens drei Jahren

Spar-Erfolge durch Shared Services

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Mit Shared Services lässt sich tatsächlich Geld sparen. Diese positive Erfahrung machten Banken und Versicherungen, wie eine aktuelle Studie von BearingPoint zeigt. Vor allem in großen Unternehmen hat sich das Instrument bewährt.

Unter Shared Services versteht man die Bündelung prozessorientierter Dienstleistungen. Eine weitere neue Mode oder wirklich ein sinnvoller Ansatz zur Kostensenkung? Letzteres, wenn man einer Umfrage der Technologieberatung BearingPoint Glauben schenkt. Diese befragte 138 Vertreter europäischer Banken und Versicherungen, die überwiegend positiv über Shared Services urteilten.

Demnach sind in über 40 Prozent der befragten Unternehmen Shared Services Center bereits seit drei Jahren und länger im Einsatz, erlauben also eine erste Bilanz. Diese fällt positiv aus. So konnten nahezu vier von fünf Unternehmen ihre Ausgaben um 20 Prozent und mehr senken. Eine Refinanzierung gelang in den meisten Projekten innerhalb von drei Jahren oder weniger.

Kunden- und Zahlungsprozesse auslagern

Operativ sehen die Unternehmensvertreter in Shared Service Centern vor allem einen gangbaren Weg, um interne Prozesse zu standardisieren und Methoden zu verbessern. Damit gewännen sie zugleich mehr Zeit für komplexere Aufgaben, sagten die Studienteilnehmer.

Wie weit verbreitet diese Dienste schon sind zeigt sich beispielsweise daran, dass etwa 50 Prozent aller Kunden- und Zahlungsprozesse bereits heute oder in naher Zukunft über ein Shared Service Center abgewickelt werden.