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Spanische Polizei verhaftet Hintermänner des "BKA-Trojaners"

14.02.2013
Die spanische Polizei hat die mutmaßlichen Hintermänner einer groß angelegten Betrugsaktion im Internet gefasst.
Staatssekretär Francisco Martinez (l.) und Europol-Chef Rob Wainwright (r.) erläutern die Polizeiaktion.
Staatssekretär Francisco Martinez (l.) und Europol-Chef Rob Wainwright (r.) erläutern die Polizeiaktion.

Die zehn Verdächtigen sollen mit einem aggressiven Schadprogramm, das in Deutschland als "BKA-Trojaner" berüchtigt war, Geld von Menschen in ganz Europa erpresst haben. Die Männer wurden von der spanischen Polizei am Mittwoch verhaftet, teilten die Behörden in Madrid mit. Der mutmaßliche Anführer der Gruppe, ein 27-jähriger Russe, war bereits im Dezember in Dubai festgenommen wurden. Spanien hat seine Auslieferung beantragt.

Der "BKA-Trojaner" sperrt befallene Computer und gaukelt den Betroffenen vor, von einer Behörde bei illegalen Aktivitäten ertappt worden zu sein. Dazu missbrauchten die Betrüger die Logos von Behörden wie der Bundespolizei oder dem Bundeskriminalamt (BKA). Nach Angaben der spanischen Behörden haben allein die jetzt aufgeflogene Gruppe mehr als eine Million Euro im Jahr eingenommen.

Um ihre Computer wieder zu entsperren, wurden die Betroffenen aufgefordert, 50 bis 100 Euro zu bezahlen. Die Behörden hatten stets davor davon abgeraten, auf die Erpressung einzugehen und der Zahlungsaufforderung nachzukommen. Doch selbst mit speziellen Rettungs-CDs war eine Wiederherstellung aller Daten auf dem infizierten Rechner oft nicht mehr möglich. Den betroffenen Anwendern blieb dann nur übrig, den Computer komplett neu aufzusetzen. (dpa/tc)

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