Marktforscher: Unisys verkauft am meisten

Spaniens Anwender setzen auf Unix und offene Systeme

23.03.1990

MÜNCHEN (CW) - In spanischen Unternehmen spielen Unix-Systeme eine immer wichtigere Rolle. Dieser Trend geht aus einem Bericht der spanischen Forschungs- und Consulting-Gesellschaft "Ecie" hervor.

Dem Brancheninformationsdienst Computergram ist weiter zu entnehmen, daß die Zahl der installierten Unix-Systeme 1989 gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent gewachsen ist. Waren 1988 noch etwa 8800 Unix-Systeme neu aufgebaut worden, so stieg die Zahl 1989 auf 12 500.

Eine ähnliche Wachstumsrate prognostizieren die Marktforscher auch für 1990. Für die nächsten Jahre rechnet das Institut dann mit einer sukzessiven Sättigung des Unix-Marktes. Allerdings, so die gewagte Vorhersage der Analysten, wird auch 1993 das Wachstum nicht weniger als 25 Prozent betragen.

Den größten Zuwachs werden laut Studie in den nächsten Jahren Workstations, die an einem LAN-Netz hängen, und sogenannte "Small Systems" erfahren. PC-LAN-Produkte für den Einsatz unter Unix haben Unternehmen wie AT&T, Bull, DEC, Siemens oder Data General bereits angekündigt.

In Spanien verkauft Unisys mit einem Marktanteil von fast 45 Prozent die mit Abstand meisten Unix-Systeme. Den zweiten Platz belegt die spanische TSI, deren Marktanteil allerdings nur bei etwa zwölf Prozent liegt. Es folgen Hewlett-Packard, NCR, Siemens, Olivetti, DEC, Nixdorf und andere. IBM spielt in dieser Rechnerklasse keine Rolle auf dem spanischen Markt.

Unix wird in erster Linie von Service-Unternehmen, Behörden und kaufmännischen Betrieben eingesetzt. Auch die spanische Regierung hat den Einsatz von Unix und offenen Systemen beschlossen.