Mauer Heimatmarkt

Spanien reißt Telefonica in die roten Zahlen

11.11.2011
Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica hat im dritten Quartal wegen des einbrechenden spanischen Geschäfts deutlichere Verluste als erwartet eingefahren.
Die Telefonica-Zentrale in Madrid
Die Telefonica-Zentrale in Madrid
Foto: Telefonica

Der Konzernverlust habe im dritten Quartal 429 Millionen Euro betragen, teilte der Konzern am Freitag in Madrid mit (PDF-Link). Analysten hatten mit einem geringeren Verlust gerechnet. Das Ergebnis war der erste Quartalsverlust seit neun Jahren.

Insbesondere in der Heimat hatte der Konzern mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. In Spanien erlöste der Konzern wegen des harten Wettbewerbs neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zudem belasteten Kosten zur Personalreduzierung die Bilanz. Hingegen wuchs das Geschäft in Lateinamerika weiter kräftig, 18 Prozent Zuwachs konnte das Unternehmen hier verzeichnen. Mittlerweile erzielen die Spanier in Südamerika nahezu die Hälfte des operativen Ertrags.

Insgesamt erlöste der Konzern mit 15,79 Milliarden Euro 3,7 Prozent mehr, operativ verdiente der Konzern 2,95 Milliarden Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Die Prognosen für das Gesamtjahr beließ das Management unverändert. (dpa/tc)