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Spam-Kampagne

Spammer locken mit Mubaraks Millionen

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Ägyptens ehemaliger Präsident Mubarak soll über schwarze Konten im Ausland verfügen, so wird gemunkelt. Grund genug für Betrüger, mit diesen Informationen auf Opferfang zu gehen.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Versender von Spam auf die aktuellen Ereignisse in Ägypten anspringen, um neue Opfer zu finden. Symantec warnt, dass die MessageLabs inzwischen eine große Welle an unerwünschten Nachrichten, die mit dem vermeintlichen Vermögen des ehemaligen ägyptischen Präsidenten aufwarten.

Lockvogel. Mit vermeintlichen Millionen gehen Betrüger auf Opferfang.
Lockvogel. Mit vermeintlichen Millionen gehen Betrüger auf Opferfang.
Foto: Symantec

Vor allem die aktuelle Verwirrung um den Aufenthaltsort von Mubarak schüren, so die Symantec-Meldung, die Spekulationen. Dazu kommen Meldungen, dass verschiedene Staaten die Konten des ehemaligen Oberhauptes vom Nil eingefroren haben.

Die E-Mails sind typische 419-Scams: Dem Empfänger wird vorgegaukelt, dass er mit ein wenig finanziellem Einsatz und geringem Arbeitsaufwand einen hohen Gewinn einfahren kann. "Wie bei derartigen Betrugsversuchen üblich, ist die Nachricht sehr unseriös aufgebaut und auch sprachlich auf schlechtem Niveau. Meist werden dafür automatische Übersetzungstools aus dem Internet verwendet", so Paul Wood, Senior Analyst bei MessageLabs Intelligence. "Dieser Vorfall ist ein Paradebeispiel dafür, dass Betrüger immer schneller auf aktuelle Ereignisse reagieren und ihre Mails an die Nachrichtenlage anpassen", so Wood weiter.