E-Mail-Security Report

Spam nimmt wieder zu

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Im November 2011 hat das Spam-Aufkommen einen neuen Höchststand seit der Abschaltung des weltgrößten Botnets Rustock im März dieses Jahres erreicht. Das berichtet der E-Mail-Security Report von Eleven.
Wieder mehr Spam im digitalen Briefkasten ermittelte der Sicherheitspezialist Eleven für den November 2011.
Wieder mehr Spam im digitalen Briefkasten ermittelte der Sicherheitspezialist Eleven für den November 2011.

Im Vergleich zum Oktober wuchs das Spam-Volumen um 6,3 Prozent und erreichte im November drei Viertel des Niveaus von Januar 2011, als der weltgrößte Versender von Spam, Rustock, noch aktiv war.

Wieder sind neun von zehn (90,3 Prozent) der weltweit versendeten E-Mails Werbemüll. Im Mai, nach der Abschaltung von Rustock, war dieser Anteil auf 78,7 Prozent gefallen. Der Anteil sauberer Mails betrug demnach ganze 6,4 Prozent, Massen-E-Mails ohne Spam-Charakter machen 2,4 Prozent aus. Der Anteil der mit Malware verseuchten E-Mails lag bei 0,04 Prozent.

Neun von zehn E-Mails sind Spam. Der Anteil "sauberer" Mails liegt dagegen bei gerade einmal 2,4 Prozent.
Neun von zehn E-Mails sind Spam. Der Anteil "sauberer" Mails liegt dagegen bei gerade einmal 2,4 Prozent.
Foto: Eleven

Die meisten der unerwünschten Werbemails kommen aus Indien (11,6 Prozent), Brasilien (11,2 Prozent) und Vietnam (10,5 Prozent). "Gleichzeitig", berichtet Eleven, "sind die drei größten Spam-Versender näher zusammengerückt". Das sein ein Indikator dafür, dass die Spammer die Verbreitung ihrer Mailings stärker verteilten. Auf Platz vier der Versendeländer landete Indonesien mit 8, 3 Prozent, gefolgt von Russland mit 6,9 Prozent.

Damit setzt sich Eleven zufolge der Trend fort, dass die führenden westlichen Industrieländer, die vor der Rustock-Abschaltung noch eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung von Spam gespielt hatten, weiter an Bedeutung verlieren. Der langjährige Spitzenreiter USA lag im November 2011 mit 1,3 Prozent nur noch auf Platz 14, Deutschland belegte gerade noch Platz 30 (0,6 Prozent). Dominiert wird der Spam-Versand von Schwellenländern in Asien (sechs der Top 10). Auch osteuropäische Länder (Russland, Ukraine, Rumänien) gewinnen wieder an Bedeutung, während der Anteil Südamerikas mit Ausnahme von Brasilien wieder sinkt.

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