BlackBerry

Kontrollserver von Bredolab abgeschaltet

Spam bricht nach Botnet-Abschaltung kurzzeitig ein

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
In einer gezielten Aktion haben Behörden 143 Server vom Netz genommen, die als Kontrollzentrum für das Botnet Bredolab gelten. Das Ergebnis war sofort sichtbar, laut dem Anbieter eleven ging der verschickte Spam deutlich zurück.

Bredolab und der gleichnamige Trojaner ist eins der aktivsten Botnets, hauptsächlich wird es für den Versand von Spam-Nachrichten genutzt. Niederländische Behörden hatten vor kurzem zahlreiche Kontroll-Server des Botnets vom Internet getrennt - insgesamt erhielten mehrere Millionen verseuchte PCs ihre Anweisungen von diesen 143 Server. Der Spam ging von Werbung bis hin zu verseuchten Word-Dateien, die wiederum weitere Malware auf den Rechnern der Opfer installierten.

Laut dem Anti-Spam-Anbieter eleven fiel der abgefangene Spam nach der Abschaltung deutlich, die Zahl der legitimen E-Mails blieb relativ stabil. Grundsätzlich sei die Abschaltung von Botnet-Kontrollservern zumindest kurzfristig ein gutes Mittel gegen Spam, allerdings würden Erfahrungen zeigen, dass sich die Netzwerke nach kurzer Zeit wieder regenerieren. Rund 95 Prozent der weltweit verschickten E-Mails seien demnach unerwünschte Werbung oder bösartige Nachrichten, so eleven.