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Sourcing Day: Der Widerstand gegen Dienstleister bröckelt

Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins.
Single- oder Multi-Vendor? Oder doch lieber selber machen? IT-Manager diskutieren am 24. Juni 2015 beim Sourcing Day in der KölnSky-Lounge über ihre IT-Strategien. Ein Ergebnis sei vorweggenommen: die Selbermacher werden weniger, der Widerstand gegen Dienstleister bröckelt

Einführende Vorträge von Peter Schumann, IT-Vorstand bei Schenker, und Roland Schütz, CIO der Lufthansa Passage, machen deutlich, wie agil IT durch flexibles Sourcing werden kann. Schumann zeigt, wie er je nach Wechselkurs seine Zulieferer in verschiedenen Ländern rund um den Globus zuschaltet. Schütz erläutert, wie Airlines und ihre Provider aus Big Data verwertbare Informationen machen.

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Sourcing Day 2015

Erfahren Sie, wie agil IT durch flexibles Sourcing werden kann

  • Keynotes von „Global Leadern“ wie Schenker oder Lufthansa
  • Zehn Workshops mit internationalen Anwenderunternehmen und Anbietern
  • Erstmals in Zusammenarbeit mit der WHU – Otto Beisheim School of Management & der Anwaltskanzlei Osborne Clark

Wann: 24. Juni 2015

Wo: KölnSky, Köln

Neu am Sourcing Day 2015: Erstmals findet die Veranstaltung in Köln in Zusammenarbeit mit drei Partnern statt: a) dem Analystenhaus PAC, b) der WHU - Otto Beisheim School of Management und c) der internationalen Anwaltskanzlei Osborne Clark. Die Keynotes sowie zwei der fünf Workshop-Stränge werden in Englisch gehalten und von den Partner und/oder Redakteuren von Computerwoche und CIO-Magazin moderiert. Dadurch bezieht der Sourcing Day die internationalen Anbieter besser ein.

Alle Workshops haben sogenannte "Themenpaten" aus der Praxis. Diese sind:

  • Hilko Heuer, CIO von Ferrostaal (Vertragsgestaltung)- Werner Schultheis, CIO von Randstad (Freiberufler einbinden)

  • Andreas Beeres, CIO von Schott (Sicherheit im Outsourcing)

  • Gerald Höhne, CIO von Homag (Innovationsmanagement)

  • Andreas Hankel, VP Technology von Immoscout (Ausstiegsszenarien)

  • Christoph Grewe-Franze, CIO von ABLE (Externe Teams managen)

  • Markus Schäfer, Head of Global Provider Management von Bayer (Provider-Steuerung)

  • Sami Awad-Hartmann, CIO von Hellmann (Two Speed IT)

  • Ansgar Kirchner, Head of Master Data and Manufactoring Engineering von Airbus (Agile Development)

  • Michael Maretzke, CTO von Friendscout24 (Agile Development)

In Vorbereitung auf den Sourcing Day empfehlen die Veranstalter die Lektüre der "IDG Sourcing Studie 2014". Darin ist unter anderem aufgelistet, was genau IT-Anwender in Deutschland derzeit auslagern:

Weiterbilden für die Digitalisierung! - Foto: agsandrew/shutterstock.com

Weiterbilden für die Digitalisierung!

Applikationen lassen die Befragten am liebsten von anderen betreiben. Nur 36 Prozent sagen, dass sie auf diesem Feld kein Outsourcing erlauben. Der Rest lässt erbringen, gerne von Dienstleistern vor Ort (29 Prozent), Nearshore (23 Prozent) und auch Offshore (13 Prozent). Interessant sind an dieser Stelle die Zukunftsprognosen. Wenn die Befragten angeben, wo sie ihre Unternehmen in fünf Jahren sehen, sagen schon 25 Prozent, Applikationen könnten sie durchaus auch Offshore betreiben lassen. Das ist ein Wachstum von ziemlich genau 100 Prozent.

Software-Entwicklung und -Anpassung wird ebenfalls gerne an Dienstleister delegiert. Nur 40 Prozent geben diese Aufgabe nicht nach außen. Die anderen lassen vor Ort erbringen (wieder 29 Prozent), Nearshore (22 Prozent) oder Offshore (10 Prozent). Auch hier ist das Potenzial bei den Offshorern am größten: Sie könnten in fünf Jahren bei 19 Prozent liegen, also wieder ein Wachstum von fast 100 Prozent.

Um die Infrastruktur-Themen reißt sich auch kein deutscher IT-Leiter mehr. 41 Prozent meinen, die Aufgabe muss inhouse bleiben. 26 Prozent geben bereitwillig an Dienstleister vor Ort ab, 23 Prozent an Nearshore und 10 Prozent an Offshore. Wieder liegt das größte Potenzial bei den letzten, diesmal sogar bei mehr als 100 Prozent.

Skeptisch sind die deutschen IT-Chefs nach wie vor bei Business Process Outsourcing (BPO). 61 Prozent der Befragten geben solche Aufgaben nicht nach außen - und haben es auch nur begrenzt vor. In fünf Jahren wird der Anteil der Verweigerer wohl immer noch bei 41 Prozent liegen. Der Widerstand bröckelt also auch dort. Aber er bewegt sich auf hohem Niveau.

Grundsätzlich belegt die Sourcing-Studie 2014, dass die Aufgaben der Anwenderunternehmen so ziemlich dieselben bleiben wie in allen Jahren zuvor: Standardisierung, Konsolidierung und Integration sahen zwei Drittel der Befragten als ihre wichtigsten Themen, gefolgt von Sicherheit (50 Prozent) und Verfügbarkeit (46 Prozent). Da sind sie also wieder, unsere Uralt-Themen. Das, worüber wir gerne schreiben, ist für Anwender gar nicht so wichtig. Wenn es um Relevanz geht, sind die größten Verlierer: Social Media (13 Prozent), Big Data (14 Prozent) und Collaboration (21 Prozent).

Wir freuen uns darauf, beim Sourcing Day mit Ihnen die Ergebnisse der Sourcing Studie 2015 zu diskutieren. Die 2015er Befragung ist insgesamt die fünfte Erhebungswelle ihrer Art. Eine erste Untersuchung fand im Jahr 2008 statt, wodurch wir Ihnen einen Einstellungswandel im Outsourcing belegen können. Am 24. Juni werden wir Ihnen die Trends im Near- und Offshore-Outsourcing vorstellen.

Alles Weitere zum Sourcing Day erfahren Sie auf der Website www.sourcing-day.de!