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Sorenson und Apple zoffen sich weiter

22.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf hoch effektive Video-Codecs spezialisierte US-Softwareschmiede Sorenson hat beim Bezirksgericht im kalifornischen San Jose ihre Gegendarstellung zur Klage von Apple wegen Verletzung eines angeblich exklusiven Lizenzabkommens (Computerwoche online berichtete) vorgelegt. Darin wird unter anderem ein Mail von Apple-Chef Steve Jobs zitiert. In diesem heißt es laut "Computerwire": "Apple hat exklusive Rechte am aktuellen Set von Sorensons in Quicktime verwendeten Codecs" - casus knacktus ist laut Sorenson das Wort "aktuell", denn der später für "Flash MX" an Macromedia lizenzierte "Spark"-Codec (der außerdem auf dem offenen Videokonferenz-Standard H.323 basiert) existierte

seinerzeit noch gar nicht.

Sorenson gab weiter an, Apple habe die für April fälligen Lizenzgebühren nicht gezahlt sowie gemeinsame Marketing-Abkommen nicht eingehalten und sei damit seinerseits vertragsbrüchig. Vom Macintosh-Hersteller gibt es noch keine Stellungnahme zu Sorensons Konter. (tc)