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SonyEricsson trumpft auf

19.04.2004

Der weltweit fünftgrößte Handy-Hersteller Sony Ericsson hat im ersten Quartal 2004 alle Erwartungen übertroffen. Wie das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen mitteilte, stiegen die Absätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 63 Prozent von 5,4 Millionen auf 8,8 Millionen Geräte und erreichten damit eine neue Rekordhöhe. Das Unternehmen schrieb diesen Erfolg insbesondere der starken Nachfrage in Nord- und Südamerika zu. In Europa profitierte SonyEricsson aus eigener Sicht von dem Trend, ältere Mobiltelefone gegen Handys mit Kamerafunktion auszutauschen. Laut Vorstandschef Jan Wareby erreichte das Unternehmen im Berichtsquartal einen Marktanteil von sieben Prozent, verglichen mit sechs Prozent im Schlussquartal 2003. Von den neun Prozent, die Ende 2002 erzielt wurden, ist Sony Ericsson jedoch noch weit entfernt.

Für den weiteren Verlauf des Jahres hat sich das Joint-Venture zum Ziel gesetzt, weiter schneller als der Markt zu wachsen und den Anteil auszubauen. Den weltweiten Handy-Absatz in diesem Jahr schätzt Sony Ericsson nun auf 550 Millionen Geräte. Die Company ist damit deutlich optimistischer als Konkurrent Nokia, der mit 530 bis 550 Millionen Mobiltelefone rechnet.

Die Verkaufserfolge von SonyEricsson spiegelten sich auch deutlich in den weiteren Zahlen für das abgelaufene Quartal wider: Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 66 Prozent von 806 Millionen auf 1,34 Milliarden Euro – die Analysten hatten im Schnitt nur mit Einnahmen von 1,23 Milliarden Euro gerechnet. Unter dem Strich erzielte SonyEricsson mit 82 Millionen Euro einen neuen Rekordgewinn, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Fehlbetrag von 104 Millionen Euro aufgetreten war. Damit übertraf auch der Profit bei weitem die Markterwartungen: Der Analystenkonsens hatte hier lediglich bei 44 Millionen Euro gelegen. (mb)