OLED-Produktion zu kostspielig

Sony verschiebt Marktstart neuer Flachbild-Fernseher

18.08.2009
Sony muss den für dieses Jahr geplanten Marktstart seiner neuartigen Fernseh-Modellreihe einem Medienbericht zufolge aus Kostengründen verschieben.
Sonys erster OLED-Fernseher, der 11-Zoll-Winzling 'XEL-1'
Sonys erster OLED-Fernseher, der 11-Zoll-Winzling 'XEL-1'

Die neuen Flachbild-Fernseher mit neuartiger Bildschirmtechnologie (OLED) würden nun erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Massenproduktion der Geräte mit besonders stromsparenden und dünnen Bildschirmen hätte die Verluste in der TV-Gerätesparte des Unternehmens sonst noch weiter in die Höhe getrieben, hieß es.

Sony gilt als Pionier in der neuen Bildschirmtechnik mit organischen Leuchtdioden (Organic Light Emmiting Diodes). OLED-Bildschirme sind stromsparender, kontrastreicher und vor allem auch deutlich dünner herzustellen als etwa herkömmliche LCD-Displays. Die ersten Fernseher dieser Art hatte Sony erstmals 2007 in Größen von 11 Zoll Bildschirmdiagonale und einer Dicke von nur drei Millimetern in kleinen Stückzahlen auf den Markt gebracht. Mit einem späteren Marktstart lässt Sony der Konkurrenz, unter anderem Samsung und LG, den Vortritt.

Das Fernsehgeschäft war mit 127 Milliarden Yen (umgerechnet 949 Millionen Euro) zuletzt für rund die Hälfte des Verlustes bei Sony verantwortlich. (dpa/tc)