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Sony präsentiert überraschend gute Bilanz

28.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Elektronikkonzern Sony hat heute überraschend gute Zahlen zum zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres präsentiert. Trotz im Jahresvergleich nahezu identischer Einnahmen von umgerechnet 14,7 Milliarden Dollar konnte das Unternehmen einen operativen Gewinn von 414 Millionen Dollar sowie einen Nettogewinn von 361 Millionen Dollar erwirtschaften, nachdem es im Berichtszeitraum des Vorjahres rote Zahlen geschrieben hatte.

Die Electronics-Sparte meldet zwar einen geringfügigen Umsatzrückgang, konnte aber deutlich in die Gewinnzone zurückkehren. Deutlich zulegen konnte Sony nach eigenen Angaben unter anderem jedoch bei Digitalkameras, Desktop-PCs und Handhelds. Das defizitäre Handygeschäft wurde an Sony Ericsson ausgelagert; hier fiel ein nicht näher bezifferter anteiliger Verlust an. Im Spielesegment konnte sich Sony in Europa und den USA bei Hard- wie Software steigern.

Chairman und CEO Nobuyuki Idei blickt allerdings recht pessisimistisch auf das Ende März endende laufende zweite Halbjahr und sorgt sich, das Verbrauchervertrauen könne möglichweise noch weiter sinken. Sony werde daher seine Profitabilität durch weitere Restrukturierung und Senkung von Investitionen sichern, mehr netzfähige Produkte anbieten und seine Markenstrategie durch den Merger mit Aiwa ausbauen. Die Umsatzprognose für das Gesamtgeschäftsjahr wurde geringfügig auf 62 Milliarden Dollar gesenkt; die Nettogewinnerwartung dafür auf 1,5 Milliarden Dollar angehoben. (tc)