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Sony investiert 1,67 Milliarden Dollar in Halbleiterproduktion

22.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sony will in den nächsten drei Jahren 1,67 Milliarden Dollar in moderne Halbleiterfertigungsstätten investieren. Knapp 610 Millionen Dollar davon sollen im laufenden Geschäftsjahr (Ende: 31. März 2004) fließen, der Großteil davon für die Pilotproduktion eines neuen Chips der Unterhaltungssparte Sony Computer Entertainment (SCE) in dem bestehenden Werk in Nagasaki.

Der japanische Konzern entwickelt seit längerem zusammen mit Toshiba und IBM eine neue Prozessorreihe mit Codenamen "Cell". Der Mikrochip mit einer Strukturbreite von 65 Nanometer wird aus 300-Millimeter-Wafern herausgeschnitten und soll unter anderem Geräten mit schnellem Internet-Anschluss die Übertragung von Filmen in hoher Auflösung ermöglichen. Einsatzmöglichkeiten sind neben der für Anfang 2005 erwarteten Spielekonsole "Playstation 3" weitere Unterhaltungselektronikprodukte. Sony machte jedoch keine Angaben, was mit dem restlichen Geld passieren soll. Der Konzern erklärte lediglich, dass ein Teil davon in Toshibas neue Chipfabrik mit 300-Millimeter-Fertigungstechnik fließen soll. Der größte japanische Chiphersteller kündigte zeitgleich an, ebenfalls rund 1,67 Milliarden Dollar in die geplante Fertigungsstätte zu investieren. Als Produktionsstart der neuen Microchips wird der April nächsten Jahres anvisiert. (mb)