Gewinneinbruch mit Folgen

Sony Ericsson will bis zu 2000 Stellen streichen

21.07.2008
Für Sony Ericsson lief das zweite Quartal schlecht. Sinkende Absatzzahlen und Verkaufspreise führten zu einem niedrigeren Umsatz und ließen den Nettogewinn um 97 Prozent einbrechen. Das hat personelle Folgen: Bis zu 2.000 Stellen plant der Hersteller abzubauen. Sogar über die Trennung des Joint Ventures wird spekuliert.

Für Sony Ericsson entwickelte sich das zweite Geschäftsquartal 2008 zu einem finanziellen Fiasko. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank der Umsatz des Handyherstellers um 292 Millionen Euro auf 2,8 Milliarden Euro, daraus resultierte ein operativer Verlust von 2 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor verzeichnete Sony Ericsson an dieser Stelle noch ein Plus von 315 Millionen Euro. Der Nettogewinn brach um 97 Prozent auf knapp 6 Millionen Euro ein. Der schwache Umsatz begründet sich in den sinkenden Verkaufszahlen: Wurden zwischen April und Juni 2007 noch 24,9 Millionen Handys verkauft, waren es in den vergangenen drei Monaten nur 24,4 Millionen Stück. Zugleich sank der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) von 125 Euro 116 Euro.

Der niedrigere Average Selling Price hat zwei wesentliche Gründe. Sony Ericsson konzentrierte sich im zweiten Quartal auf den Einsteigerbereich, um in Schwellenländern den Absatz zu steigern. Gleichzeitig gingen die Preise wegen des starken Wettbewerbs im Mittel- und Highend-Segment zurück. Nach eigenen Angaben liegt der Marktanteil bei 8 Prozent. Von April bis Juni veröffentlichte Sony Ericsson sieben neue Modelle.

Die schlechten Finanzzahlen haben auch ein personelles Nachspiel. In einem Gespräch sagte CEO Dick Komiyama, dass 2.000 der insgesamt 12.000 Arbeitsplätze bei Sony Ericsson gestrichen werden sollen. Daraus ergibt sich eine jährliche Ersparnis in Höhe von 300 Millionen Euro. In welchen Bereichen das Personal abgebaut werden soll, teilte der Manager nicht mit.

Inhalt dieses Artikels