Schleppende Nachfrage

Sony Ericsson warnt vor Rutsch in Verlustzone

27.06.2008
Wegen der schwachen Nachfrage nach mittel- bis hochpreisigen Mobiltelefone befürchtet der japanisch-schwedische Handyhersteller Sony Ericsson im laufende Quartal ein Abrutschen in die roten Zahlen.

Das Nettoergebnis vor Steuern sollte zwar an der Gewinnschwelle liegen. Die Bruttogewinnmarge werde indes im Quartal und im Gesamtjahr schwächer als erwartet ausfallen, warnte SonyEricsson. Die Aktien von Ericsson brachen daraufhin um 7,45 Prozent auf 60,90 Schwedische Kronen ein. Auch die Aktien des Konkurrenten Nokia gaben kräftig um 4,72 Prozent auf 15,35 Euro nach. "Ich hatte keine guten Ergebnisse erwartet", sagte ein Analyst, "aber das hier ist klar unter dem, was ich mir vorgestellt hatte."

Probleme in Parade-Disziplin

Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass das Joint Venture vor einem schlechteren Abschneiden warnt. Im ersten Quartal war der Überschuss bereits auf die Hälfte zurückgegangen. Leichte Absatzsteigerungen hatten den Preisverfall bei Handys nicht auffangen können. Das Unternehmen erwartet nun, zwischen April und Juni 24 Millionen Mobiltelefone zu einem Durchschnittspreis von 115 Euro verkaufen zu können. Die drei Monate zuvor hatte das Gemeinschaftsunternehmen 22,3 Millionen Geräte zu durchschnittlich noch 121 Euro abgesetzt.

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