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Sony Ericsson verdreifacht Quartalsgewinn

13.04.2006
Das schwedisch-japanische Handy-Joint-Venture profitierte von der gestiegenen Nachfrage nach hochpreisigen Modellen.

Die Sony Ericsson Mobile Communications AB konnte im ersten Quartal 2006 die Erwartungen der Finanzwelt deutlich übertreffen. Mit 151 Millionen Euro fiel der Vorsteuergewinn (Ebt) des in London registrierten Unternehmens mehr als doppelt so hoch aus als im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Schnitt von einem Ebt-Profit von 134 Millionen Euro ausgegangen. Auch der Nettogewinn verbesserte sich deutlich von 32 Millionen auf 109 Millionen Euro. Beim Umsatz verzeichnete das zu gleichen Teilen von Sony und Ericsson geführte Joint Venture einen 55-prozentigen Anstieg von 1,29 auf 1,99 Milliarden Euro - Marktanalysten hatten im Schnitt Einnahmen von 1,86 Milliarden Euro prognostiziert.

Wesentlichen Anteil an der überproportionalen Ergebnisverbesserung hatte die stärkere Nachfrage nach hochpreisigen Modellen. So stieg der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gerät um vier Prozent auf 149 Euro. Insgesamt lieferte Sony Ericsson im Berichtszeitraum 13,3 Millionen Mobiltelefone aus. Das entspricht im Jahresvergleich einem Plus um 41 Prozent. Gegenüber dem umsatz- und absatzstarken Schlussquartal 2005 sank die Zahl der verkauften Handys um 17 Prozent.

Insgesamt rechnet das Unternehmen nun damit, dass 2006 alle Handy-Anbieter zusammen mehr als 900 Millionen Mobiltelefone verkaufen. Bislang hatte Sony Ericsson prognostiziert, dass der weltweite Handy-Markt im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf etwa 780 Millionen Geräte wächst. (mb)