Sony bietet Jukeboxen für speicherhungrige Anwender

12.12.1997

Bei den Geräten handelt es sich um sogenannte Jukeboxen, und in der Tat funktionieren sie wie eine chromglitzernde "Wurlitzer" aus den Roaring Fifties. Nur befinden sich im Zeitalter der Datenverarbeitung an Stelle der Singles wiederbeschreibbare CD-ROM-Silberlinge (CD-Rs) oder magneto- optische Medien (MOs). Eine wesentlich ausgereiftere Mechanik - Sony bevorzugt den Begriff Robotik - sorgt dafür, daß der Wechsel von einer Scheibe zur anderen in fünf Sekunden erledigt ist.

Bei den CD-ROM-Jukeboxen vom Typ "CDL 2100" und "2200" können zwei bis sechs herkömmliche CD-ROM-Laufwerke oder CD-Writer kombiniert werden, je nachdem, ob die Einheit als bloße Datenbibliothek oder für Archivierungszwecke eingesetzt wird. Damit ergeben sich Kapazitäten zwischen 81 und 162 GB. Die maximale Ausbaustufe kann dabei 250 Medien verwalten. Eine Mehrfach-SCSI-Bus-Konfiguration soll mit bis zu fünf separaten Anschlüssen (einer davon ist reserviert für die Mechanik) ein nahtloses CD-Writing sicherstellen. Die Preise liegen je nach Ausstattung zwischen gut 27000 und rund 33000 Mark.

Mit rund 17000 Mark ist die MO-Jukebox "OSL-2500" um einiges günstiger. Sie bietet Platz für insgesamt 25 Medien mit einer maximalen Kapazität von je 2,6 GB. Durch die neue Technologie "Light Intensity Modulation Direct Overwrite" (Lindow) finden Löschen und Beschreiben in einem Vorgang statt. Dadurch konnte laut Hersteller die Geschwindigkeit des Systems deutlich gesteigert werden. Die Laufwerke erreichen eine durchschnittliche Suchzeit von 25 Millisekunden und eine kontinuierliche Datentransferrate von 2 bis 4 MB/s. Auch die Zuverlässigkeit soll wesentlich zugenommen haben: Die mittlere Zeit zwischen zwei Fehlern (MTBF) gibt Sony mit 100000 Stunden an.