Rückstellungen aufgelöst

Sondereffekte polstern Gewinn der Software AG auf

28.10.2015
Die Software AG hat im abgelaufenen Quartal auch unter dem Strich von bilanziellen Sondereffekten profitiert.

Der Nettogewinn kletterte im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte auf 44,8 Millionen Euro, wie der zweitgrößte deutsche Softwarehersteller am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Rückstellungen für Vergütungen des Managements hatte das Unternehmen aufgelöst, weil ursprüngliche Umsatzziele nicht mehr erreicht werden.

Arnd Zinnhardt, CFO und Arbeitsdirektor der Software AG
Arnd Zinnhardt, CFO und Arbeitsdirektor der Software AG
Foto: Software AG

Bereits vor rund zwei Wochen hatte das Unternehmen angekündigt, dass so rund 15,6 Millionen Euro frei wurden und das Ergebnis positiv beeinflussten. Auf der anderen Seite haben die Darmstädter gut acht Millionen Euro für den Umbau des Vertriebs zur Seite gelegt. Die bekannten Eckdaten zu Umsatz und operativem Gewinn bestätigte das TecDax-Unternehmen . Der Umsatz war um fünf Prozent auf 215,9 Millionen Euro gestiegen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um gut ein Drittel auf 66,8 Millionen Euro.

Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG
Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG
Foto: Software AG

Die Software AG hatte mit den Eckdaten auch eingeräumt, dass die ursprünglichen Wachstumsprognosen für das Jahresgeschäft in der Integrationssoftware-Sparte (DBP) nicht mehr zu schaffen seien. Dafür soll aber das angestammte Geschäft mit Datenbanksoftware (A&N) jetzt besser abschneiden als geplant. Dass der Hoffnungsträger erneut unter den Erwartungen zurückbleibt und in den drei Monaten bis September wieder im Lizenzverkauf schwächelte, hatte die Börse mit Kursverlusten abgestraft. (dpa/tc)