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Soll Corel .NET auf Linux portieren?

16.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für Aufsehen sorgt derzeit eine Pflichtveröffentlichung der kanadischen Softwareschmiede Corel bei der Börsenaufsicht, die interessante Details zur jüngst bekannt gegebenen Kooperation mit Microsoft enthält. Die Gates-Company hatte sich mit 135 Millionen Dollar an Corel beteiligt und den Kanadiern damit mittelfristig das Überleben gesichert (Computerwoche.de berichtete).

Im Gegenzug hat Corel, wie nun bekannt wurde, Microsoft unter anderem die Option für eine Portierung der ".NET"-Software auf das Open-Source-Unix Linux angeboten. Einen entsprechenden Auftrag könnte Microsoft innerhalb der kommenden drei Jahre erteilen. Corel müsste in diesem Fall 20 Programmierer für den Auftrag abstellen, alle Rechte an der Software blieben bei Microsoft. Derek Burney, neuer CEO der kanadischen Softwerker, erklärte in diesem Zusammenhang gegenüber "Computergram", Microsoft habe noch keine klare Linux-Strategie. "Sie möchten sich aber die Option offen halten, bei Bedarf so schnell wie möglich zu reagieren. Es könne der Zeitpunkt kommen, an dem ein Port von .NET auf Linux nötig wird", so der Nachfolger von Michael Cowpland.