Handel und Industrie zahlen für die Besten nicht am besten:

Sofwarehäuser und Rechenzentren sehr attraktiv

01.06.1979

HAMBURG (pi) - Die neueste Untersuchung der Handelsdienst GmbH in Hamburg bestätigt in ihrer EDV-Gehaltsumfrage 1979 die an sich bekannte Tatsache, daß bei EDV-Anwendern nachhaltig ein großer Bedarf an qualiffzierten EDV-Kräften besteht, vermittelt aber darüber hinaus die noch neue und interessante Erkenntnis, daß Softwarehäuser und Rechenzentren in einem stärkeren Maße beabsichtigen, neue EDV-Mitarbeiter einzustellen als Industrie, Handel und sonstige Dienstleistungsbetriebe.

Die Handelsdienst hat neben den Gehältern in der Datenverarbeitungsbranche (vergleiche COMPUTERWOCHE Nr.18/1979) auch eine Sonderauswertung für die Gehälter der EDV-Beschäftigten, die in Rechenzentren und Softwarehäusern tätig sind, durchgeführt. Auffallend ist, daß Softwarehäuser und Rechenzentren offensichtlich in der Mehrzahl höhere Anforderungen an die qualifizierten Mitarbeiter stellen, da sie im Vergleich zu entsprechenden Positionen in Industrie, Handel und sonstigen Dienstleistungsbetrieben auch höhere Gehälter bezahlen. So erhalten Leiter der EDV-Organisation nach der Umfrage bis zu 18 Prozent höhere Jahreseinkommen. Ähnliche Relationen ergeben sich für die Positionen System-Gruppenleiter und System-Analytiker.

Dagegen erzielen weniger qualifizierte Berufsgruppen in den Softwarehäusern und Rechenzentren, beginnend mit der Datentypistin bis zum Junior-Programmierer, häufig geringere Einkünfte als gleiche Berufsgruppen im Durchschnitt. So erhalten Leiter des Maschinensaals in Softwarehäusern und Rechenzentren bis zu 10 Prozent niedrigere Einkünfte im Vergleich zu gleichen Positionen in Industrie, Handel und sonstigen Dienstleistungsbetrieben.

Der vollständige Bericht "EDV-Gehälter 1979" für zwanzig EDV-spezifische Berufsgruppen ist bei der Handelsdienst GmbH, 2000 Hamburg 1, Postfach 102 960, für 280 Mark erhältlich. zusätzlich kann die Sonderauswertung "Softwarehäuser, Rechenzentren" für 50 Mark angefordert werden.