US-Studie beweist es
Software sorgt für Psycho-Knacks
NORWALK (hh) - Superschöne-Bildschirmmasken, farbige Histogramme und Ausdrucke darum bemüht sich jeder Softwareentwickler bei der Programmerstellung. Aber Vorsicht: Die Psyche des Anwenders könnte Schaden nehmen. Erstmals weist die International Resource Development Inc. aus Norwalk in einer Untersuchung das, "Computer-Autoritäts-Syndrom" nach.
Leichtgläubigkeit ist eines der Symptome dieses psychischen Defekts. Der offizielle Anstrich vieler Computerausdrucke verführt dazu, auch die unmöglichsten Daten mit Respekt zu betrachten. Der gesunde Menschenverstand bleibt auf der Strecke. Hatte man früher in der Papier- und Bleistiftzeit die Vorgänge noch überschaubar gehalten und im Kopf verarbeitet, so genügen heute in der Regel wenige Tastendrucke, um auszurechnen, was man will. Der Phantasie sind kaum noch Grenzen gesetzt. Daß allerdings die Berechnungen nur so gut wie der Input und die vom Programm geschaffenen Relationen sind, wird angesichts schmuckes Unternehmensdaten leicht vergessen.
Eine Gefahr für die "Volkspsyche" stellten allemal die Mikrocomputer dar. Die IRD-Forscher errechneten, daß jährlich vier Millionen Stück weltweit ausgeliefert werden. Hinter der Studie steckt dann auch ein ernster Hintergrund: Untersucht werden die Anwendungsbereiche für Mikros, Marktchancen für ihren Einsatz innerhalb der nächsten zehn Jahre und Herstellerstrategien.
Denn aufhalten kann man die Power-Knirpse nicht mehr, aber man sollte sie mit Vorsicht genießen.
