Filemaker, Toast, Skype & Co.

Software-Neuheiten von der MacWorld Expo

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Zahlreiche große und kleine Softwarefirmen haben anlässlich der MacWorld Expo in San Francisco ihre Neuheiten vorgestellt.

Über die aufgefrischten iLife- und iWork-Pakete von Apple haben wir bereits früher berichtet. Für Mac-Nutzer und solche, die es werden wollen, gibt es aber auf der letzten MacWorld-Expo mit Apples offizieller Beteiligung noch viele andere Neuigkeiten. Eine (zugegeben subjektive) Auswahl:

  • Die Apple-Tochter Filemaker schickt ihre Arbeitsgruppen-Datenbank "Filemaker Pro" in die mittlerweile zehnte Runde. Version 10 kommt mit komplett überarbeiteter Benutzeroberfläche und modernisierten Vorlagen à la "Bento". Entwickler werden sich aber vor allem über Neuerungen unter der Haube wie Script Trigger und das automatische Speichern von durchgeführten Suchabfragen freuen.

  • Die Sonic-Tochter Roxio schickt die ebenfalls zehnte Version des Brenn-Klassikers "Toast Titanium" ins Rennen (wie gehabt programmiert von Elgato in München). Zu deren Neuerungen gehören direktes Archivieren vom AVCHD-Camcorder auf DVD oder Blu-ray, Speichern von Web-Videos zum Brennen oder Konvertieren für mobile Player wie iPod und iPhone, die Aufnahme von Streaming Audio mit automatischem Splitting/Tagging und iTunes-Export sowie das automatische Konvertieren von Hörbuch-CDs in eine Datei mit Kapitalmarkern und Pause/Resume. Außerdem gibt es eine neue "Pro"-Ausführung, die neben dem ansonsten separat zu erwerbenden HD/BD-Plug-in noch allerlei Dreingaben zur Audio- und Fotobearbeitung enthält.

  • Die EBay-Sparte Skype hat die Beta-Version 2.8 ihrer Internet-Kommunikationssoftware veröffentlicht. Diese bietet nun die Möglichkeit, anderen Nutzern den eigenen Bildschirm zu präsentieren ("Screen-Sharing") und ermöglicht den Zugang zu den weltweit mehr als 10.000 Wi-Fi-Hotspots der Partnerfirma Boingo Wireless für 14 Euro-Cent pro Minute - beide Funktionen sind "Mac first" und werden für andere Betriebssysteme erst später nachgereicht. Dazu kommen noch verschiedenen Detail-Verbesserungen.

  • Die Pioniere der Mac-Virtualisierung, Parallels, bieten mit ihrem neuen Build 3810 von "Parallels Desktop 4" nun experimentelle Unterstützung für Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" als Host und "Windows 7" als Gast. Weitere Neuerungen sind automatischer Start im Coherence-Modus oder Unterstützung von DirectX 9.0 mit Shader Model 2, schnelleres Suspend and Resume sowie geringerer Ressourcenbedarf der virtuellen Maschinen.

  • Schon im Vorfeld hatte Cultured Code aus Stuttgart mit seiner GTD-Aufgabenverwaltung "Things" jede Menge Vorschusslorbeeren eingeheimst. Zur MacWorld Expo gibt es nun endlich das finale Release 1.0. Cultured Code bietet auch eine flankierende iPhone-App an, mit der man seine Tasks auch unterwegs im Blick behält.

  • Der Schriftenspezialist Linotype wagt sich auf neues Terrain und offeriert seinen bislang kostenlosen "FontExplorer X" nun als kommerzielle "Pro"-Variante an. Dazu hat die Monotype-Tochter das Verwaltungsprogramm ordentlich weiterentwickelt. Ergänzend gibt es für die zentrale Verwaltung von Linotype-, Monotype- und ITC-Schriftbibliotheken auch den "FontExplorer X Server". Sieht ganz danach aus, als würde Linotype sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Suitcase/UTS von Extensis mausern.

  • Last, but not least bringt equinux aus München sein "SongGenie" auf den Markt. Das Programm spürt anonyme oder falsch bezeichnete Musiktitel in der Mediathek von iTunes auf. Mit Hilfe der Fingerprint-Technik von MusicIP findet es die korrekten Metadaten, die sich anschließend mit einem Klick übernehmen lassen - eine ideale Ergänzung zu "CoverScout 3" ebenfalls aus dem Hause equinux.