50 Prozent Kostenreduktion

Software-Entwicklung "in the Cloud" boomt

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Cloud Computing setzt sich auch in der Software-Entwicklung immer mehr durch: Unternehmen und unabhängige Softwarehäuser haben auf der Web-basierten Plattform Force.com des Cloud Pioniers salesforce.com schon über 135.000 Anwendungen für die Nutzung via Internet bereit gestellt.
Cloud-basierte Software-Entwicklung verspricht im Vergleich zu klassischer On-premise Entwicklung deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen (Quelle: Salesforce).
Cloud-basierte Software-Entwicklung verspricht im Vergleich zu klassischer On-premise Entwicklung deutliche Zeit- und Kosteneinsparungen (Quelle: Salesforce).

Den Grund für den Trend hin zur Cloud-basierten Software-Entwicklung haben die Marktforscher von IDC in einer aktuellen Untersuchung ausgemacht: Die Entwicklung auf Force.com kostet Unternehmen in der Regel fünfzig Prozent weniger, als wenn sie traditionelle On-premise-.NET-Umgebungen einsetzen würden. Im Durchschnitt über alle untersuchten Unternehmen summiert sich die Ersparnis auf 560.000 US-Dollar pro neuer Applikation.

Gleichzeitig können Nutzer mit der neuen Software bis zu fünfmal schneller live gehen und ersparen sich etwa 85 Prozent der üblichen Entwicklerstunden. Dadurch produzierten die Untersuchungsteilnehmer etwa dreimal mehr Software als üblich - was die eigene Geschäftstätigkeit und Innovationskraft deutlich stärkt.

"Cloud-Computing-Plattformen wie Force.com revolutionieren die Art und Weise, wie Informationstechnologien in den letzten 20 Jahren entwickelt und zur Verfügung gestellt wurden", sagt Stephen D. Hendrick, Group Vice President, Application Development and Deployment Research bei IDC.