SOA und BPM

Software AG wird Milliarden-Dollar-Konzern

Vice President Software & SaaS Markets PAC Germany
Die Darmstädter Software AG hat im Geschäftsjahr 2008 erstmals einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar eingefahren - wenn man die in Euro ausgewiesenen Einnahmen in die US-Währung umrechnet.

Nach Unternehmensangaben trug dazu vor allem das Geschäft in den USA bei. "Das ist für uns sehr wichtig”, so der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Streibich. "Herstellergröße und finanzielle Stabilität sind entscheidende Kriterien für unsere Kunden, wenn es um strategische IT-Investitionen geht, und das besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit." Die Software AG sei vor feindlichen Übernahmen weitgehend gefeit (siehe "Software AG will der Krise trotzen"). In diesem Jahr feiert das Softwareunternehmen seinen 40. Geburtstag.

Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG.
Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG.

Streibich bezeichnet sein Unternehmen als "größten unabhängigen und globalen Anbieter von Infrastruktursoftware für Geschäftsprozesse". Wachsen konnte der Konzern maßgeblich durch die Übernahme des auf Integrationslösungen spezialisierten US-amerikanischen Anbieters Webmethods, für den die Software AG vor etwa zwei Jahren 546 Millionen Dollar ausgegeben hatte (siehe "Software AG ordnet Portfolio"). Bis 2011 will wollen die Darmstädter auch die Milliarden-Euro-Latte reißen.

Im Jahr 2008 nahm die Software AG insgesamt 720,6 Millionen Euro ein, wovon 272 Millionen auf Lizenzen, 267,1 Millionen auf Wartung und 177,8 Millionen auf Projektdienstleistungen entfielen. Der Konzernüberschuss beläuft sich auf 115,9 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt das in Darmstadt beheimatete Unternehmen 3526 Mitarbeiter. Davon arbeiten 772 in Deutschland.

Während die Produktsparte Enterprise Transaction Systems die klassischen Produkte wie die Datenbank "Adabas" und die Programmierumgebung "Natural" umfasst, beschäftigt sich der Bereich Webmethods mit Lösungen für Service-orientierte Architekturen (SOA) und Business Process Management (BPM) (siehe "SOA ist kerngesund").