my-Channels

Software AG übernimmt britischen Messaging-Spezialisten

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Die Darmstädter Software AG kauft den britischen Messaging-Spezialisten my-Channels.

Die 1999 gegründete my-Channels mit Sitz in London hat mit "Nirvana" eine nachrichtenorientierte Middleware (Message-oriented Middleware, kurz MOM) entwickelt, die Echtzeitdaten zwischen verschiedenen Plattformen und über verschiedenen Ebenen (Firmennetz, Internet, Cloud, mobil) bereitstellt. Nirvana unterstützt moderne Kommunikationsstandards wie MQTT und HTML5/webSockets. Die Lösung wird bisher vor allem im Finanzsektor eingesetzt, wo "Low Latency", also niedrige Verzögerungszeit besonders wichtig ist - einer Mitteilung der Software AG zufolge steuert Nirvana zum Beispiel die Datenströme bei vier der nach Marktanteilen acht führenden elektronischen Plattformen für den Devisenhandel.

Die Technik komme aber zunehmend auch in anderen Bereichen mit ähnlichen Anforderungen zum Einsatz, beispielsweise E-Commerce oder auch Public Sector. Die Software AG will die Interoperabilität von Nirvana mit ihrer "webMethods Suite" zeitgleich mit deren Release "N7" im zweiten Quartal zertifizieren; ein erstes integriertes Release soll im vierten Quartal 2012 folgen. "In der Kombination der beiden Produktportfolien eröffnen sich ganz neue Einsatzbereich, die auf großes Kundeninteresse stoßen werden", ist sich my-Channels-Chef Paul Brant sicher. Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht veröffentlicht.

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