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Software AG stellt Internet-Banking der Bundeswertpapierverwaltung auf Open Source um

07.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach umfassenden Tests hat die Bundeswertpapierverwaltung entschieden, ihren Applikations-Server für das Internet-Banking mit Apache Tomcat und Linux zu betreiben. Geringere Betriebskosten und die Empfehlungen der öffentlichen Hand für offene Standards waren die maßgeblichen Gründe dafür. Zuvor hatte die Behörde eine iPlanet/Solaris-Plattform im Einsatz. Die Software AG teilt mit, sie sei aufgrund von Referenzprojekten bei anderen Großkunden mit der Umstellung auf die quelloffene Plattform beauftragt worden.

Durch den Umstieg auf Open Source werden einmalig Lizenzkosten von 50.000 Euro eingespart. Der Aufwand für die Administration des Applikations-Servers habe sich nicht wesentlich verändert, heißt es. Die Migrationskosten seien gering ausgefallen, sie betrafen im Wesentlichen die Anpassungen an Tomcat und den damit einhergehenden Versionswechsel des verwendeten J2EE-Standards (Java 2 Enterprise Edition).

Außerdem prüfe die Bundeswertpapierverwaltung, ob sie ihre komplette Mainframe-Anwendung "Navis" für die Verwaltung der Bundeswertpapiere von z/OS auf Linux for z/Series migrieren könne. Die Online-Banking-Kunden greifen über den Applikations-Server direkt auf dieses Anwendungssystem zu, das auf den Software AG-Produkten "Adabas", "Natural" und "EntireX" basiert. Diese sind alle auch für Linux verfügbar.

Navis wurde nach Angaben der Software AG im Rahmen eines Redesigns von den Professional Services der Darmstädter zu einer serviceorientierten Architektur (SOA) weiterentwickelt. Diese ermögliche es der Bundeswertpapierverwaltung, bestehende Mainframe-Funktionen im internen Portal, im Internet-Banking und in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern zu nutzen. (tc)